Alte Herren erleben die Mutter aller peinlichen Niederlagen

Wer vorne keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. Diese Fußballer-Weisheit mussten die Alten Herren am Freitag gegen Glesien einmal mehr erleben und verloren ein Spiel, das sie eigentlich fest im Griff hatten

Hallo und Servus – der „Reporter“  ist wieder da und meldet sich aus den Ur-Tiefen der Krostitzer Bierkeller. Nach zwei Wochen der Fußballabstinenz – danke noch mal an  dieser Stelle an „Krausi“ für die tolle Vertretung – geht es wieder ran an die Berichterstattung und nach der Niederlage in Löbnitz soll es ja wieder aufwärts gehen. Mir soll´s Recht sein.

Doch was sich da im alt-ehrwürdigen Kurt-Fuchs-Stadion abspielte, erinnerte schon sehr an einen April-Scherz. Man reibt sich die Augen und denkt : „Sowas geht gar nicht!?!“ Nach der verschlafenen Anfangsviertelstunde von Löbnitz brannte die Mannschaft förmlich.

Sofortige Balleroberung und schon nach 30 Sekunden zischte der Ball das erste Mal in Richtung Gästetor. So ging das dann auch Schlag auf Schlag und man sah es den Gästen aus Glesien an, was sie dachten – nur nicht zu hoch verlieren. Mehrere gute Möglichkeiten durch „Kola“ und „Wolli“ brachten nichts ein und auch ein schöner Freistoß von „Krausi“ konnte vom Torhüter entschärft werden. Schade eigentlich, denn die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt schon  hoch verdient.

Nach 20 min kam Glesien das erste Mal vor das Tor von „Henne“ – der an diesem lauen Abend beschäftigungslos dem Treiben seiner Vordermänner zusah – doch eine ernsthafte Probe sieht anders aus. Bis zur Pause wurde Glesien regelrecht eingeschnürt und auch nach Wiederbeginn ging es nur in Richtung Gästetor.

Da auch der „Reporter“ nicht ohne Phrasen auskommt, möchte ich die zitieren, die das heißt: „Wer vorne keine Tore schießt, kann nicht gewinnen!“ und von der Sache her, könnte man damit leben. Doch wenn du das ganze Spiel machst und dann acht Minuten vor Schluss einen Konter fängst, fragst du dich schon, auf wessen Seite der Fußball-Gott stand.

Naja – jedenfalls nicht auf der Seite der Bierdörfler – denn die standen mit 0:1 da und warfen alles nach vorn. Erst da merkte man den Glesienern an, dass auch sie Fußball spielen können, denn nach zwei weiteren Kontern war es „Henne“ zu verdanken, dass man nicht höher verlor. Glesien war´s egal, denn nach dem Schlußpfiff kamen die vor Lachen kaum zum Sieger-Bier-Trinken.

Krostitz hingegen muss sich hinterfragen, in welche Richtung der Zug geht. Zu diesem Zeitpunkt der Saison zwei Niederlagen – da muss man schon lange in den Annalen suchen, wann dies das letzte Mal der Fall war. Da der gesamte Kader vor Ort war, gilt dies auch nicht als Entschuldigung. Also ist wieder einmal das Trainergespann gefragt, die Aufstellung „erfolgreich zu gestalten“, denn diese Truppe kann mit dem Wort „Erfolglosigkeit“ nicht viel anfangen.

Lutz Lesch

Mannschaft: H.“Henne“ Müller; R. Höhne; F.“Fritze“ Schuster; H.“Moppel“ Grundmann; L.“Lutz`er“ Lesch; M.“Krausi“ Krause; I.Schmidt; S. Bartlitz; A.“Kola“ Kolawski; W.“Wolli“ Kunze  sowie  G. Scheibe; T.“Kiwi“ Gaumnitz; K. Beschnidt; S. Moritz; M. Preil; C.“Schwietzer“ Otto

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