Alte Herren holen Kantersieg in Pouch mit fadem Beigeschmack

Nach einem Durchhänger geht die Formkurve der Alten Herren rechtzeitig vor dem Pokalspiel wieder nach oben. Gegen Pouch klingelte es am Ende sogar ganze achtmal im gegnerischen Kasten.

Nach den letzten Spielen geht die Formkurve der Alten Herren wieder nach oben, denn schon in Taucha zeigte man beim 2:3-Auswärtssieg eine beachtliche Leistung und auch das Spiel in Pouch war eins der besseren, wenn auch das Ergebnis ein wenig zu hoch ausfiel.

Nun könnte ja die „Alt-Herren-Welt“ so in Ordnung sein, wenn da nicht immer mal wieder ein Störenfried daherkommt. Der „Störenfried“ in Pouch muss wohl aus der Rippe von Oliver Kahn geschnitzt worden sein, der konnte auch keine Freundschaftsspiele leiden und so kämpfte dieser „Teutone“ auf seine Art. Erste Halbzeit – üble Grätsche an „Lutz´er“, ging glimpflich aus, zweite Halbzeit – Blutgrätsche an „Henne“, musste verletzungsbedingt runter und da hört halt auch bei uns die Freundschaft auf.

In einem jederzeit fairen Spiel waren das jedoch negative „Höhepunkte“, die schon für eine gewisse Hektik im Spiel sorgten. Mit dem Sieg in Taucha und dem neu gewonnen Selbstbewusstsein im Rücken spielte Krostitz frisch auf und übernahm gleich das Kommando. Das neu formierte Mittelfeld-Duo „Wolli“ und Ingolf setzten die Außen gut ein und so kam auch die ein oder andere brauchbare Flanke. In der 15. Minute dann schon das 0:1 – Kopfballvorlage von Ronald – „Henne“ (en)täuschte – da war der Weg frei für „Lippi“, der aus acht Metern einschob. 21. Minute – Flanke „Lippi“ – Schuss aus sieben Metern – das 0:2 durch „Lutz´er“.

Nach dem Wechsel ging es dann Schlag auf Schlag. Die Bierdörfler spielten konstanter und einfacher, machten weniger Abspielfehler. Der freie Mann wurde gesucht, das Spiel in die Breite gezogen – die Traineransprache zeigte Wirkung.
Pouch, in der ersten Hälfte noch auf Augenhöhe, verlor nun vollkommen den Durchblick, bekam keine Ruhe in seine Aktionen und so fielen die Tore im Fünf-Minuten-Takt. Das ist natürlich die Zeit von „Kola“, der die „weidwunden“ Pouch´er mit seinen vier Toren fast allein abschoss.

Nach dem 0:8 war dann natürlich eine gewisse Entspanntheit festzustellen (oder hat sich der ein oder andere schon für das Pokalspiel am Sonnabend in Rackwitz geschont ?) und so kamen die Pouch´er noch zu zwei schönen Toren – es sei ihnen gegönnt.

Lutz Lesch

Torfolge:
0:1 - „Lippi“; 0:2 – „Lutz`er“; 0:3 + 0:4 – „Kola“; 0:5 – Ingolf; 0:6 – „Kiwi“; 0:7 + 0:8 – „Kola“

Siegermannschaft: R.“Bulle“ Arnold; E.“Zopf“ Jacob; R. Höhne; M. Müller; S. Moritz;
L.“Lutz´er“ Lesch; I. Schmidt; W.“Wolli“ Kunze; A.“Kola“ Kolawski; H.“Lippi“ Lipinski; H.“Henne“ Müller sowie T.“Kiwi“ Gaumnitz

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