Die Alten Herren sind am Freitag gegen Selben nicht über ein torloses Unentschieden hinausgekommen. Pünktlich zum WM-Auftakt sahen sich die FSV-Oldies mal wieder einer Betonwand gegenüber.
Freitag – WM-Eröffnungsspiel – man lehnt sich genüsslich zurück – schaut sich das Spiel an – sieht dem Taktieren zu – schaut in angespannte Gesichter und denkt “Gott sei dank spiele ich Alte Herren – einfach rauf auf´n Platz und los und Tore und danach ein schönes Bier.” So oder so ähnlich geht es wohl vielen von uns.
Nach dem Spiel in Selben sah das jedoch ganz anders aus, obwohl nicht viel passiert ist. 0:0, nicht verloren, was will man mehr. Das sind die Auswirkungen dieses historisch einmaligen Kreispokalsiegs – denn die zentrale Frage vieler Trainingslager und Mannschaftsbesprechungen lautet – wer schlägt diesen FC Bayer…, oh Entschuldigung, diesen FSV Krostitz – und diese Frage wird halt nur Ergebnis orientiert beantwortet.
Dass dies so ist, sollte uns eher stolz machen, auch wenn der Spaßfaktor zum Freitagabend nicht immer ganz so hoch ist und wir wie in Selben immer wieder gegen eine Betonwand anrennen.
Zum Spiel selber gibt es auch nicht viel zu sagen. Fünf Spieler der Selbener unter 35 Jahren – Taktik ist bekannt (nur kein Tor bekommen) und vorne hilft der liebe Gott. Dass wir in so einem Spiel trotzdem gefühlte 75 Prozent Ballbesitz haben, spricht für uns. Dass wir in so einem Spiel keinen Gegner mehr an die Wand spielen, wissen wir selber. Was wir überdenken müssen, ist natürlich die schlechte Chancenverwertung – da geht es nicht um einen “Kola” oder “Henne” oder “Wolli” – nein, da sind alle gefordert.
Sicherlich muss man auch lernen, mit diesen Begebenheiten umzugehen, denn wir tun uns sehr schwer, überhaupt ins Spiel zu kommen, von dem Anspruch “schön zu spielen” ganz zu schweigen – zu viele Fehler schon im Aufbauspiel. Um ehrlich zu sein, wenn es mit einem frühen Tor nicht klappt, passen wir uns dem Spiel des Gegners an, das sieht dann so limitiert wie in Selben aus und so war auch der Schlusspfiff der “beste” an diesem ansonsten so schönen Freitagabend.
Fazit: Wollen wir erfolgreich sein – müssen wir in Zukunft wohl auch taktieren. Die Frage ist, wollen wir das zum Freitagabend wirklich?
Mannschaft: A. Henning; A.“Paul“ Fröhlich; R. Höhne; M. Müller; E.“Zopf“ Jacob; L.“Lutz´er“ Lesch; G. Scheibe (C); I. Schmidt; H.“Harry“ Stephan; H.“Henne“ Müller, W.“Wolli“ Kunze sowie S. Moritz; H.“Lippi“ Lipinski; T.“Kiwi“ Gaumnitz; A“Kola“ Kolawski; C.“Schwietzer“ Otto