Na also – es geht doch! Die Alten Herren können doch noch gewinnen. Nach zwei Niederlagen in Folge stießen die FSV-Oldies ausgerechnet in Sandersdorf den Bock um und zeigten, was sie drauf haben.
Es gibt so Situationen im Leben, da hilft dir der Glaube – dass andere es auch geschafft haben – daran, es selber in die Hand zu nehmen und es zu meistern. Dies geschah so oder ähnlich am Freitag in Sandersdorf. Die Bierdörfler, mit einer Notelf angereist, zwei Niederlagen im Gepäck und vom eigenen Anspruch meilenweit entfernt, lagen schon nach 20 Sek. mit 0:1 hinten und den Sandersdorfern merkte man an, dass noch einige Rechnungen zu begleichen waren – sie das „Lamm“ auch wirklich schlachten wollten.
Doch daraus wurde nichts – Krostitz spielte die wohl beste Halbzeit seit Monaten und wirbelte aus allen Reihen. Das am Dienstag bestaunte „Wunder von Mailand“ war plötzlich so nah. Ein seit Wochen in der Kritik stehender und unter Beobachtung (des Cheftrainers) spielender Mirko Müller fand urplötzlich seine alte Form wieder. „Kola“ ging Wege, die er in den letzten drei Spielen zusammen nicht ging und auch „Lippi“ merkte man die Leichtigkeit des Seins an.
Nun hängt dieses Spiel ja nicht nur an diesen drei Spielern, denn auch die anderen zeigten eine super Leistung an diesem Tag – jedoch lieferten sie den Ausschlag dafür, dass wir dort so aufspielen konnten. Nach einer Kombination von „Kola“ und „Lippi“ kam der Ball zum freistehenden Mirko, der aus 13m dem Torwart keine Chance ließ und in der 15min den verdienten Ausgleich erzielte.
Kurz vorher wurde ein Tor von „Lutz´er“ wegen Abseits nicht gegeben – eine Fehlentscheidung, des ansonsten sehr guten Schiris von Sandersdorf und eben dieser zeigte in der 25 min auf den Elfmeterpunkt. Was war geschehen? Nach einer Flanke in den Strafraum wurde Mirko rüde umgestoßen – den fälligen „Elfer“ versenkte „Kola“ zur 1:2 Führung.
Spielerisch war das zu diesem Zeitpunkt schon ein Klassenunterschied zu den Gastgebern, es wurde immer der freistehende Mann gesucht und vorn war es vor allem das Duo „Kola“ & „Lippi“ die die Gastgeber arg beschäftigten – dem Torwart war es zu verdanken, dass Krostitz nicht höher in Führung ging.
Nach der Pause das gleiche Bild. Schöne Angriffe, Ballsicherheit im Mittelfeld - Gerd und Ingolf führten Regie - und wenige Fehler in der Abwehr, dass konnte sich schon sehen lassen. Wie auch das 1:3 durch „Lippi“, der aus gut 15 m staubtrocken abschloss. Vorrausgegangen war eine schöne Einzelleistung von „Kola“, der sich durch 3-4 Mann durchtankte und auf „Lippi“ passte.
Sandersdorf antwortete mit Offensive, dass schaffte Räume zum Kontern und so blieb das Spiel spannend, denn so 10min vor Schluss gelang Union der 2:3 Anschlusstreffer und die Bierdörfler hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen. Mit Glück und Geschick schaffte man es bis zum Schlusspfiff und feierte einen verdienten Auswärtssieg, was gegen Sandersdorf auch nicht alle Tage passiert.
Dass es in der Kabine erst mal hoch herging, dass böse Wort von der „Watze“ die Runde machte und der ganze Frust der letzten Zeit abgearbeitet werden musste, zeigt – die Mannschaft lebt und danach schmeckte das Bier auch wieder.
Lutz Lesch
Die „Helden-Mannschaft“: R.“Bulle“ Arnold; T.“Kiwi“ Gaumnitz; R. Höhne; H.“Moppel“ Grundmann; M. Müller; L.“Lutz´er“ Lesch; I. Schmidt; G. Scheibe; S. Bartlitz; A.“Kola“ Kolawski; H.“Lippi“ Lipinski sowie V. Buse (der nach einem Jahr sein Comeback feierte )