Die Alten Herren haben am Freitag im Derby mit 2:0 (1:0) gegen den Ortsnachbarn vom TSV Rackwitz gewonnen. Nach dem glanzlosen Sieg gibt es allerdings jetzt mehr Fragen als Antworten.
Alle waren da, Rackwitz hatte seinen kompletten Kader “ausgegraben” (war auch gut so, wollte man nicht wieder 5:1 nach Hause fahren) und auch die AH standen am ehrwürdigen “Kurt-Fuchs-Stadion” – was fehlte, war “der Schlüssel” und so begann das Spiel erst mit 20 Minuten Verspätung. Der “Schuldige” ward gefunden, die Mannschaftskasse wird sich freuen – also, abgehakt!
Eins vorweg, alle Spiele der Alten Herren im Umkreis von 10 Kilometern sind Derbys und dazu gehört auch Rackwitz und in der kommenden Woche der ESV Delitzsch. Bei aller Rivalität sind diese Spiele von Fairness und freundschaftlichem Umgang geprägt und das ist gut so. Selbst so grenzwertige Duelle wie Mirko Müller/Hauwede werden mit Handschlag geklärt und das macht den Reiz dieser Spiele aus.
Nach der Mannschaftsbesprechung stand fest, dass wir wieder mal zu Null spielen wollen und so stellte Trainerfuchs Schmidt Ronald Höhne als Libero auf. Harry sollte im Mittelfeld die “Spinne” machen und beide spielten super. Der als Co-Trainer fungierende Frank Bohnet orakelte vor dem Spiel: “Ein frühes Tor muss her, sonst wird es eng!”, und irgendwie sollte er Recht behalten, denn mit dem frühen Tor wollte es nicht klappen, dafür hätte “Lippi” in der dritten Minute konsequenter abschließen müssen und so zog sich die schlechte Chancenverwertung durch das ganze Spiel.
Der Ball lief gut in den Reihen der Bierdörfler, die Abwehr stand und auch im Mittelfeld wurde zum Teil schön kombiniert. Was fehlte, waren eigentlich die Tore und so brauchte man bis zur 35. Minute, als nach einem schönen Seitenwechsel von “Lippi” der Ball auf halblinks “Pertzschi” erreichte und dieser zum 1:0 einschob.
Nach der Halbzeit kam mit “Henne” ein frischer Stürmer. Doch die ersten zehn Minuten gehörten den Rackwitzern, über den Ausgleich hätten wir uns nicht beschweren brauchen und auch später konterten die Gäste sporadisch aber keineswegs ungefährlich. Vorn blieb alles beim Alten, ob “Lippi”, “Pertzschi” oder “Henne” – sie scheiterten reihenweise, zum Teil am starken Gästetorhüter aber auch an mangelnder Konzentration.
Als “Krausi” (machte ein starkes Spiel) über rechts mehr Druck aufbaute und Mirko (der Hauwede fast komplett abmeldete) noch Zeit für den Angriff fand, fiel das erlösende 2:0 kurz vor Schluss der Partie. Eigentlich alles easey – oder?
Nicht nur Mirkos Leistung gleicht in letzter Zeit einer Schwingungskurve, wir spielen kaum mal zu Null, sind überlegen, aber die Tore fehlen – diese und andere Fragen beschäftigen zur Zeit die AH. Fazit : Lieber jammern auf hohem Niveau als gar keins mehr haben !
Siegermannschaft: A. Henning; Gerd Scheibe (C); Ronald Höhne; Mirko Müller; Steffen Moritz; L. “Lutz´er” Lesch; H. “Die Spinne” Stephan; M. “Krausi” Krause; A. “Kola” Kolawski; H. “Lippi” Lipinski; M. “Pertzschi” Pertzsch sowie H. “Henne” Müller und A. “Paul” Fröhlich