Alten Herren gelingt Auftakt nach Maß in die Freiluftsaison

Endlich wieder raus auf den Rasen, frische Luft atmen, auf große Tore schießen – lange Pässe schlagen und vor allem wieder gewinnen: So oder ähnlich dachten wohl einige nach der eher durchwachsenen Hallensaison.

So ähnlich dachte auch der Gast aus Mühlbeck und es entwickelte sich ein doch recht ansehnliches Spiel. Das nicht gleich alles perfekt läuft, ist klar und der ein oder andere merkte auch die fehlende „Luft“, den harten Rasen oder die gefühlten Minusgrade.

Krostitz begann mit „Henne“ im Tor, was ja als Personalie recht verwunderlich ist. Ob er Spielpraxis sammeln oder sich über gute Leistungen bei den AH wieder anbieten soll, ist nicht überliefert und uns auch egal – er stand im Tor und das war gut so, denn Mühlbeck hatte die eine oder andere Chance. Er hielt die Null und das spricht für ihn. Durch den Abgang von E.“Zopf“ Jacob (er legt berufsbedingt ein Jahr Pause ein) wurde die Abwehr umgestellt, denn auch M. Müller musste ersetzt werden, was an diesem Tag gut gelang (sollte ihm zu Denken geben).

Die erste Halbzeit war davon geprägt, dass beide Mannschaften versuchten, Ordnung und Struktur ins eigene Spiel zu bringen. Den Bierdörflern gelangen  ein paar gute Ansätze und Chancen, Höhepunkt war ein Lattenknaller von „Lippi“, doch gab man den laufstarken Gästen das Mittelfeld ab und so kamen die Mühlbecker immer wieder gut ins Spiel zurück.

Nach ein paar punktuell guten Wechseln zur Halbzeit (das Trainergespann Schmidt / Bohnet hat Sachverstand oder ein glückliches Händchen) übernahm man im Mittelfeld das Kommando und erspielte sich über die Außenpositionen mehrere Chancen.

Hier sei erwähnt, dass Niki über die Wintermonate nicht nur das ein oder andere „Pfund“ mehr besitzt, sondern auch einen unbändigen Willen. Nach einem straffen Schuss von Niki in der 40. Minute springt der Ball vom Pfosten zurück und diesen Abpraller setzt er mit einem wuchtigen Flugkopfball ins Tor. Diese Szene hatte etwas von „Free Willy“ bei seinem Sprung in die Freiheit.

Das Tor war verdient und gab der Mannschaft die nötige Sicherheit – bis auf Ronald, der hin und wieder nicht nur seinen Torhüter in Verlegenheit brachte, sondern auch  seine Abwehr. Zum Glück ging alles gut und nach einer schönen Flanke von Niki in der 47. Minute köpfte „Kola“ aus sechs Metern freistehend zum 2:0 ein. Der Sack war zu und brachte die Erkenntnis, dass der „ zweite Anzug“ passt.

Lutz Lesch

Siegermannschaft:
H.“Henne“ Müller; S. Moritz; G. Scheibe; R. Höhne; H.“Harry“ Stephan; M.“Krausi“ Krause; I. Schmidt; K. Beschnidt; N. Scheufler; A.“Kola“ Kolawski; H.“Lippi“ Lipinski sowie C.“Schwietzer“ Otto; M. Preil; „Moppel“ Grundmann; L.“Lutzèr“ Lesch

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