FSV siegt in Geithain und zieht ins Bezirkspokal-Viertelfinale ein

Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Der FSV hat sich am Sonntag in Geithain mit 1:0 durchgesetzt und damit das Bezirkspokal-Viertelfinale erreicht. Dabei mussten die Bierdörfler aber lange zittern.

Nachdem das Bezirkspokal-Achtelfinale gegen Geithain bereits dreimal abgesagt worden war, reisten die Bierdörfler am Sonntag mit gemischten Gefühlen zum Bezirksklassisten.

Wieder stand bis zuletzt nicht fest, ob überhaupt gespielt werden konnte. Aber diesmal wollte die Alemannia die Partie unbedingt austragen, weil ansonsten wohl das Heimrecht gewechselt wäre. Und so pfiff Schiedsrichter Axel Bitterlich die Begegnung pünktlich um 12.30 Uhr an.

Was die beiden Mannschaften auf dem schneebedeckten Boden dann zeigten, hatte mit Fußball allerdings nur wenig zu tun. Gute Kombinationen waren einfach unmöglich und so beschränkten sich die Teams hauptsächlich darauf, schnörkellos nach vorne zu spielen.

Geithain zunächst gefährlicher

Logo Alemannia Geithain

Die Ansetzungen:
Geithain – FSV

Erster Termin:
17. Oktober 2009 – abgesagt

Zweiter Termin:
18. November 2009 – abgesagt

Dritter Termin:
19. Dezember 2009 – abgesagt

Vierter Termin:
17. Januar 2010

Den heimischen Alemannen gelang das zunächst besser als den Bierdörflern, die einige brenzlige Situationen vor dem eigenen Kasten zu überstehen hatten.

Aber keinem der Geithainer Angreifer gelang es, den stark haltenden FSV-Keeper André Stocklauser zu überwinden. Weil auch die Geppert-Elf nach vorne nichts Zählbares zustande brachte, ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kam der FSV dann etwas besser ins Spiel. Die Geithainer schwächten sich hingegen selbst, als Jona Anders nach einer Rangelei Mitte der zweiten Halbzeit die Rote Karte sah und der Bezirksklassist die Begegnung mit zehn Mann zu Ende spielen musste (64.).

Tino Bohnet erzielt das Goldene Tor

Die Bierdörfler drängten jetzt auf den Führungstreffer, aber es dauerte bis zur 87. Minute, ehe die wenigen mitgereisten Fans erlöst wurden. Nachdem ein Geithainer im eigenen Strafraum unglücklich mit der Hand auf den Ball gefallen war, entschied Schiedsrichter Bitterlich auf Elfmeter für den FSV.

Neuzugang Tino Bohnet übernahm die Verantwortung und ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, in seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen, alten Verein gleich das Goldene Tor zu erzielen.

Denn die Geithainer konnten bis zum Schlusspfiff nicht mehr zurückschlagen und so blieb es bei diesem denkbar knappen Erfolg für die Geppert-Elf. Im Viertelfinale wartet nun der Sieger der Begegnung SV Leipzig Nordwest gegen den SSV Stötteritz, die allerdings bereits gestern wegen des schlechten Wetters abgesagt worden war.

Martin Hoffmann

Spielbericht Geithain:

Im vierten Anlauf kam im Fußball-Bezirkspokal das Achtelfinalspiel zwischen dem FSV Alemannia Geithain und dem FSV Krostitz nun endlich zustande. Die Geithainer Mannschaft und weitere Helfer hatten am Freitagnachmittag und Sonntagvormittag eifrig die Spielfeldmarkierungen und die Strafräume des Platzes im Stadion vom Schnee beräumt, sodass einer Austragung nichts mehr im Wege stand. Dennoch wurde die Partie auf dem tiefen Schneeboden für beide Teams zu einer Kraftfrage. Alemannia lieferte dem höherklassigen Favoriten einen großen Kampf und verlor etwas unglücklich und knapp mit 0:1.

Nach einer Phase des Abtastens kamen die engagierten Geithainer zu zwei verheißungsvollen Chancen. Zunächst Heiko Lungwitz und dann Robin Eidam tauchten frei vor Gästekeeper André Stocklauser auf, der beide Schüsse per Glanzparade entschärfte. Kurz darauf zeigte sich Geithains Hüter Thomas Steinhardt bei einem Geschoss von Marko Wünsch auf dem Posten. Torlos ging es in die Halbzeit.

Auch nach der Pause hatte Alemannia die erste Möglichkeit, doch ein noch abgefälschter Heiko-Lungwitz-Schuss strich knapp über die Querlatte. Wenig später folgte ein Knackpunkt in der Partie. Nach einer heftigen Rangelei flog Geithains Jona Anders mit Roter Karte vom Platz. Eine unnötige Unbeherrschtheit, wobei der Gegenspieler mit der Gelben Karte beinahe ungeschoren davonkam. Die Gäste erreichten in Überzahl nun etwas Übergewicht und kamen zu einigen Gelegenheiten. So schoss Nicolai Schroer knapp am langen Pfosten vorbei, Nico Müller scheiterte an Thomas Steinhardt und Sascha Quasdorf verzog freistehend. Drei Minuten vor Schluss folgte eine unübersichtliche Situation im Geithainer Strafraum. Alemannias Kapitän Martin Saupe strauchelte, fiel mit der Hand auf den Ball – und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Diese sehr umstrittene Entscheidung nutzte Tino Bohnet zum letztendlich alles entscheidenden Treffer. Geithain gab dennoch nicht auf, kam in Unterzahl noch zu einer Chance. Doch André Stocklauser lenkte in der letzten Minute bei einem Schuss von Steven Liebing das Leder zur Ecke.

Insgesamt hat sich Alemannia sehr gut verkauft, wird dieses Pokal-Aus wegstecken und sich auf die in vier Wochen beginnenden Punktspiele vorbereiten. „Wir haben ein starkes Spiel gemacht, es war für uns eine top Trainingseinheit“, sagte Geithains Trainer Marco Seifert nach dem Abpfiff. „Es ging ordentlich zur Sache, und es war kein Klassenunterschied zu erkennen. Leider hat der Schiedsrichter das Spiel entschieden und nicht die Leistung der Mannschaft. Schade, dass unser Aufwand nicht mit einem Sieg belohnt wurde.“

Torschützen:
0:1 T. Bohnet (87., Handelfmeter)

Rote Karte:
Anders (64., Geithain)

Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Hobusch, Bergfeld, Gerhardt – Rudolph, T. Bohnet, Quasdorf, Wünsch (Pawlowsky), Wege – N. Müller, Schröer
Geithain: Steinhardt – Saupe, Anders, Herold, D. Petzold, Liebing, C. Petzold (87. Müller), Beyer, Eidam, Rößler, Lungwitz (75. Martin)

Schiedsrichter:
Bitterlich, Axel // Börner, Stefan // Fiedler, Roland

Zuschauer:
90

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