Im Achtelfinale des Bezirkspokals unterlag die Krostitzer B-Jugend den favorisierten Markranstädtern mit 0:3 Toren. Ausschlaggebend für den Erfolg der Rand-Leipziger war die effektive Chancenverwertung der Gäste.
Bei klirrender Kälte und auf dem schwierigen Geläuf des Krostitzer Nebenplatzes trafen zwei Überraschungsmannschaften im Achtelfinale des Leipziger Bezirkspokals aufeinander. Der Bezirksliga-Aufsteiger aus dem Leipziger Süden überraschte in dieser Saison mit starkem Offensivfussball und steht nach dem sechsten Spieltag auf dem ersten Tabellenplatz. 51 erzielte Treffer in der Liga und das 11:1 in Bad Düben aus der Pokalhauptrunde sprechen für die Qualität der Markranstädter.
Die Bierdörfler stehen nach sechs Spieltagen ungeschlagen auf Platz zwei der Tabelle. In der ersten Hauptrunde setzte man sich überraschen in Mehderitzsch mit einem klaren 4:0 Erfolg durch.
Der gegenseitige Respekt beider Mannschaft war von Beginn an spürbar. Die Krostitzer beschränkten sich zunächst auf ihre Defensivaufgaben. Markranstädt nahm das Spiel in die Hand, konnte jedoch kaum für Gefahr vor dem Krostitzer Gehäuse sorgen. Nach zehn Spielminuten gab es Freistoß für Markranstädt von der rechten Seite. Die gute Hereingabe unterlief Richard Schneider, dessen Gegenspieler dann ungehindert zum Kopfball kam. Den Kopfstoß konnte Görmann im Krostitzer Tor noch mit den Fingerspitzen ablenken, doch ein nachsetzender Stürmer drückte den Ball zum 1:0 für Markranstädt über die Linie.
Nur fünf Minuten später setzte sich ein Markranstädter Spieler auf der linken Seite durch. Seine Flanke veredelte ein Mitspieler im Strafraum zum 2:0. Julian Vogel hatte seinen Gegenspieler gewähren lassen.
In der Folgezeit schaffte es die Krostitzer Hintermannschaft, die Spielordnung wieder aufzunehmen und ließ bis zur Halbzeit keine nennenswerten Chancen mehr für den SSV zu. Vielmehr ergriff man nun selbst Partei und startete vereinzelt Angriffe auf das Markranstädter Tor. Die beste und zugleich einzige Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen, hatte dabei Erik Morgenstern nach feinem Solo über das komplette Spielfeld. Mit seinem Schussversucht scheiterte er jedoch kläglich, da ihm der Ball am Sechzehner versprang. So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Gäste auf das Verwalten des Ergebnisses. Die Krostitzer hatten nun wesentlich mehr Spielanteile als in der ersten Hälfte. In der 50. Spielminute startete Kenneth Petters einen Angriffsversuch. Sein Schuss ging nur knapp am linken Pfosten vorbei. Das Spiel fand nun fast ausschließlich im Mittelfeld statt. Der Klassenunterschied beider Mannschaften war kaum noch wahrnehmbar. Die Angriffe der Markranstädter konnte die vielbeinige Krostitzer Abwehr immer wieder gut zwanzig Meter vor dem eigenen Gehäuse stoppen.
Auf der Gegenseite ließ der gut organisierende Libero der Markranstädter keine weiteren Chancen für die Bierdörfler zu. Fünf Minuten vor dem Ende stoppten die Markranstädter einen Angriff der Krostitzer in ihrer Hälfte. Ein langer Ball nach vorn leitete einen Konter für den SSV ein. Christoph Scheffler hatte jedoch im Laufduell mit dem Markranstädter Stürmer das Nachsehen und Florian Görmann reagierte beim Herauslaufen zu spät. Der Markranstädter legt quer auf seinen Sturmpartner. Dieser konnte erneut mühelos, weil ungedeckt, einschieben und sorgte so für den 0:3 Endstand.
Die Krostitzer verließen den Platz mit hängenden Köpfen, da jeder einzelne wusste, dass an diesem Tag gegen zurückhaltende Markranstädter mehr drin war. Trotz der ersten Pflichtspielniederlage können die Krostitzer mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Einzig die Chancenverwertung lässt weiter zu wünschen übrig. Über die gesamte Spielzeit konnte man dem Titelverteidiger Paroli bieten. Am Ende entschied die Cleverness und die effektivere Chancenverwertung das Spiel zu Gunsten der Markranstädter. Im Ligaalltag gastiert nach langer Pflichtspielpause am 15.11. der FV Bad Düben im Kurt-Fuchs-Stadion.
Der FSV spielte mit: Görmann – Morgenstern – Scheffler, Vogel – Schneider, Buse – Remus, Kleeberg – Plohmann, Petters – Huffziger (Behrens)
Mario Göbel