
Der FSV hat das letzte Heimspiel vor der Winterpause mit 1:3 (0:2) verloren. Gegen die Roten Bullen hielten die Bierdörfler aber vor allem in der zweiten Halbzeit gut mit und schnupperten sogar an der Sensation.
Bei Lok Leipzig II konnte der FSV Krostitz in der Bezirksliga einen nicht erwarteten Punkt entführen. Beim nächsten Kracher im Kurt-Fuchs-Stadion gegen RB Leipzig II – dem aktuelle Spitzenreiter – fehlte das Quäntchen Glück, um es wieder zu schaffen. Die Partie endete 1:3 (0:2).
Vor Spielbeginn: Die Gäste hatten schon über 50 Tore erzielt, der FSV glänzte mit der bis dahin besten Abwehr der Liga. Zum Anstoß fehlte aber Abwehrchef Björn Bergfeld, er musste verletzungsbedingt passen. Das Trainergespann Mike Geppert/Sven Roos registrierte ohnehin eine längere Verletztenliste.
Die Gäste nahmen sofort das Heft der Partie in die Hand. In der 16. Minute gingen sie durch einen abgefälschten Freistoß in Führung. Die Bierdörfler konnten das Spiel aber weiter offen halten. Nach einem Patzer der Abwehr bekam der RB II die nächste Chance, André Stocklauser reagierte stark im Krostitzer Gehäuse. Im Gegenzug versuchte es Chris Hobusch mit einem Weitschuss, der Ball flog knapp übers Tor.
Torschützen:
0:1 Kunig (16.)
0:2 Kujat (45.)
1:2 Schröer (62.)
1:3 Werner (90.+1)
Zuschauer:
145
Schiedsrichter:
Markus Stumpf (Leipzig)
Assistenten:
Michael Thänert, Torsten Opelt
Der Spitzenreiter wurde immer dann besonders gefährlich, wenn es Fehler der Krostitzer gab. Schon mit dem Gedanken in der Halbzeitpause, passierte ein sinnloses Foul der Krostitzer Abwehr. Erneut zappelte das Leder im Netz.
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich Stocklauser erneut auszeichnen und verhinderte so wohl die endgültige Entscheidung. Der FSV tat ab diesem Zeitpunkt mehr für seine Offensive. Nach einer Ecke, von Thomas Rudolph getreten, scheiterte Sascha Quasdorf nur knapp. 62. Minuten: Freistoß von Rudolph, Nicolas Schröer war zur Stelle und erzielte den Anschlusstreffer.
Der FSV wurde immer frecher und tauchte, öfters als es dem Spitzenreiter lieb war, vor seinem Gehäuse auf. Manche gefährliche Situation hatten die Gäste zu überstehen. Der Ball wollte aber nicht ins Leipziger Gehäuse. Neun Minuten vor Spielende tritt Rudoph erneut einen gefährlichen Freistoß. „Da brannte es lichterloh im Leipziger Strafraum. Mit etwas Glück hätten wir den Ausgleich geschafft“, resümierte Trainer Milke Geppert, der mit dem Einsatzwillen seines Teams zufrieden war.
Der FSV warf weiter alles nach vorn und bot dabei hinten Lücken. Die Gäste starteten in der letzten Spielminute einen Konter und brachten mit ihrem dritten Tor die Entscheidung. Wenn man mit dieser Leidenschaft und Laufbereitschaft die kommenden beiden Auswärtsspiele bestreite, sollte die 20-Punkt-Marke noch erreichbar sein, hieß es aus Mannschaftskreisen.
Herbert Häublein
Die Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Roos, Gehrhardt, Hobusch – Schröer, Quasdorf, Bohnet (81. Koch), Rudolph – Buse – Müller, Pawlowsky
RBL: Bellot – Kujat, Meißner, Barth, Kunig – Risch, Gottelt, Schaaf, Roth (77. Kipping) – Mittenzwei (58. Werner), Schäfer (69. Noguera)
Fotos vom Spiel:
