Effiziente Bierdörfler schlagen auch Bad Lausick

FSV Krostitz - FC Bad Lausick 2:1 (1:1)

Die Erste hat am Samstag mit 2:1 (1:1) gegen Bad Lausick gewonnen und im dritten Spiel den zweiten Sieg eingefahren. Dabei profitierten die Bierdörfler, wie schon gegen LVB, von ihrer guten Chancenverwertung.

Statt FSV-Chefcoach Mike Geppert, der aus privaten Gründen fehlte, stand diesmal Sven Roos an der Seitenlinie und betreute die Mannschaft. Im Vergleich zur Vorwoche änderten die Bierdörfler ihre Aufstellung auf zwei Positionen: Thomas Rudolph kehrte nach seiner Knieverletzung zurück in die erste Elf und auch Michael Wege spielte diesmal wieder von Beginn an in der Abwehr. Für die beiden “Neuen”  mussten Daniel Pawlowsky und Christoph Buse ihre Plätze räumen.

Und  der FSV begann gut und setzte die Gäste vom Anpfiff weg unter Druck. Christian Bettfür setzte mit einem direkten Freistoß nach drei  Minuten ein erstes Ausrufezeichen. Aber der Ball kam zu unplatziert auf das Gäste-Gehäuse und wurde eine sichere Beute von Bad Lausicks  Torwart Janko Schötzke (3.). Nur zwei Minuten später folgte dann aber der Schock für den FSV: Eine Ecke von der linken Seite verlängert am kurzen Pfosten ein Bad Lausicker mit dem Kopf und die Kugel prallte gegen den Arm von Michael Wege. Folgerichtig zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Diese Gelegenheit ließ sich der Lausicker Mario Tripke natürlich nicht nehmen und verwandelte mit etwas Glück zur FC-Führung (5.).

Bad Lausick nur bei Standards gefährlich

Der FSV brauchte aber nur kurz, um sich von diesem  Rückschlag zu erholen, und bestimmte weiter das Geschehen auf dem Feld. Richtige Torchancen blieben aber zunächst Mangelware. Erst nach einer halben Stunde lag der Ausgleichstreffer für die Bierdörfler in  der Luft, als Nicolas Schröer eine Freistoßflanke am zweiten Pfosten nur knapp verpasste (30.) und zwei Minuten darauf ein schöner Schuss von Thomas Rudolph nur Zentimeter am langen Pfosten des FC-Tores vorbei strich (32.).

Auf der Gegenseite sorgte einzig der bullige Steve Liebeheim für Gefahr, als er einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten hämmerte (36.). Drei Minuten später wurde der FSV dann für seine Angriffsbemühungen belohnt. Einen wunderbaren Rudolph-Pass in die Nahtstelle der Bad Lausicker Abwehr nahm Felix Koch an und schoss das Leder aus 13 Metern zum Ausgleich in die Maschen (39.). Es war bereits Kochs drittes Tor im dritten Spiel für den FSV.

Quasdorf trifft zur FSV-Führung

Vor dem Pausenpfiff gab es dann noch einmal kurz Aufregung im Krostitzer Strafraum, als sich Eric Ziffert zunächst toll durch die halbe FSV-Abwehr dribbelte und dann auch noch das Auge für den besser postierten Mathias Wipper hatte, der den Ball aber völlig frei stehend über das Krostitzer Tor jagte (43.).

Nach dem Seitenwechsel brachte Sven Roos mit Christoph Buse einen neuen Mann, der das Krostitzer Offensivspiel weiter beleben sollte. Und Roos’ Entscheidung sollte sich als goldrichtig herausstellen. Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff verlängerte Buse eine Ecke per Kopf auf den langen Pfosten, wo der durchgelaufene FSV-Kapitän Sascha Quasdorf die Kugel nur noch über die Linie drücken brauchte (49.).

Bad Lausick machte nun mehr fürs Spiel und erarbeitete sich einige gute Chancen ohne dabei spielerisch zu glänzen. Zunächst tankte sich Mathias Wipper im Krostitzer Strafraum gut durch und konnte erst im allerletzten Moment von Björn Bergfeld gestoppt werden (52.). Und kurz darauf war es wieder Steve Liebeheim, der nach einem Eckball, den FSV-Keeer André Stocklauser falsch eingeschätzt hatte, aus sieben Metern über das Tor köpfte (58.). Vier Minuten später war der Krostitzer Schlussmann dann aber voll auf der Höhe, als er Liebeheims scharfen 18-Meter-Freistoß ins Mauereck (62.) toll parierte.

Stocklauser hält den Sieg fest

Danach ließ die FSV-Defensive nicht  mehr viel zu. Nach vorne lief bei den Bierdörflern allerdings auch  kaum mehr etwas zusammen. Einzig Nicolas Schröer sorgte zweimal für ein bisschen Gefahr vorm Tor der Gäste, konnte Janko Schötzke aber auch nicht mehr bezwingen. Die letzte Schrecksekunde musste der FSV dann drei Minuten vor dem Schlusspfiff bei einem Freistoß von der rechten Strafraumgrenze wegstecken: Aber erneut fand Steve Liebeheim im toll reagierenden André Stocklauser seinen Meister (87.). Danach pfiff Schiedsrichter Bitterlich die Partie ab und die Bierdörfler konnten sich über ihren zweiten Saisonsieg freuen.

Über ein Unentschieden hätte sich der FSV an diesem Nachmittag zwar auch nicht beschweren können, aber letztendlich gab die bessere Chancenverwertung den Ausschlag für den FSV. Nächste Woche reist die Mannschaft nun zum Derby nach Bad Düben und will gegen die nach wie vor sieglosen Kurstädter den nächsten Dreier holen.

Martin Hoffmann

Spielstatistik FSV Krostitz – FC Bad Lausick:

Torschützen:
0:1 Tripke (5., Handelfmeter), 1:1 Koch (39.), 2:1 Quasdorf (49.)

Die Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Bergfeld, Wege, Hobusch, Quasdorf, Schröer, Bohnet, Rudolph (80. Pawlowsky), Koch (46. Buse), Bettfür (90. Gerhardt), Roos
Bad Lausick: SchötzkeRichter, Naß, Walter, Wipper, Tripke (80. Schmiedel), Ziffert, Mauersberger (68. Wiegner), Martin, Ehrlich (73. Frauendorf), Liebeheim

Zuschauer:
120

Schiedsrichter:
Axel Bitterlich, Frank Pöckelmann, Thomas Mundt

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