
Der FSV hat am Samstag verdient mit 3:2 (2:1) gegen die Landesliga-Reserve des SSV Markranstädt gewonnen und scheint damit gerade noch rechtzeitig vor dem Punktspielauftakt in Form zu kommen.
Nach dem Aus im Landespokal am letzten Wochenende vereinbarte der FSV für diesen Samstag noch kurzfristig ein Testspiel gegen die zweite Mannschaft des SSV Markranstädt. Allerdings hatte Sven Roos aus diversen Gründen diesmal nur einen Kader von zwölf Spielern zur Verfügung, unter anderem ersetzte Sven Anhöck im Tor den an der Schulter verletzten André Stocklauser.
Und trotzdem begannen die Bierdörfler einmal mehr stark und zeigten vom Anpfiff weg, dass sie gegen den Bezirksklassisten nichts anbrennen lassen wollten. Bereits nach zwölf Minuten war es Michael Wege, der einen herrlichen Konter aus 16 Metern erfolgreich abschloss und zur FSV-Führung einnetzte.
Michael Wege trifft gleich doppelt
Die Markranstädter hatten dem Pressing der Bierdörfler in dieser Phase nur wenig entgegenzusetzen und bekamen insbesondere bei eigenen Ballverlusten und dem schnellen Umschalten der Krostitzer immer wieder Probleme. Einen dieser schnellen Gegenstöße setzte erneut Michael Wege nach guter Pawlowsky-Vorarbeit zum 2:0 in die Maschen.
Unerklärlicherweise stellte der FSV wie schon gegen Stötteritz mit der scheinbar sicheren Führung im Rücken plötzlich das Fußball spielen ein und so kam die SSV-Reserve nach und nach besser ins Spiel. Folgerichtig gelang der Heimmannschaft nach einer guten halben Stunde der 1:2-Anschlusstreffer, als die FSV-Defensive insgesamt zu zögerlich agierte (34.).
Bis zur Pause gab es dann auf beiden Seiten nur noch wenige gelungene Aktionen, so dass es mit der knappen Führung für den FSV in die Kabinen ging.
Markranstädt wechselt beinahe komplett
Nach der Halbzeit wechselten die Markranstädter einmal fast komplett durch, so dass es die Bierdörfler jetzt quasi mit einem völlig neuen Gegner zu tun bekamen. Der FSV beschränkte sich daher aufs Kontern und weil bei der neu zusammengewürfelten Markranstädter Mannschaft auch nur wenig zusammenlief, plätscherte das Spiel mehr oder weniger ereignislos vor sich hin.
Viele einfache Ballverluste auf beiden Seiten später zappelte der Ball aber dann doch nochmal im Netz – leider in dem der Bierdörfler. Nach einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze landete das Leder direkt bei einem SSV-Stürmer, der sich herzlich bedankte und die Kugel am chancenlosen Sven Anhöck vorbei ins Tor bugsierte (79.).
Erst jetzt wachte der FSV wieder auf, drängte noch einmal auf den dritten Treffer und wurde für seine Angriffsbemühungen auch belohnt: Kurz vor dem Abpfiff führte Daniel Pawlowsky gedankenschnell eine Ecke kurz auf Michael Wege aus und dessen Flanke landete genau auf dem Kopf von FSV-Goalgetter Christian Bettfür, der keine Mühe hatte, den Ball aus fünf Metern ins Tor zu drücken (89.).
Selbstvertrauen für die nächsten Spiele
Am Ende sicherte sich der FSV damit in einem nicht immer ganz fairen Testspiel also doch noch den Sieg gegen einen guten Gegner, dem man seine Unterklassigkeit über weite Strecken der Partie nicht anmerkte, und holte sich eine ordentliche Portion Selbstvertrauen ab.
Die guten Ansätze der Bierdörfler können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass für Sven Roos noch einiges zu tun bleibt. Denn durch viele kleine Unkonzentriertheiten macht sich der FSV das Leben zurzeit selber schwerer als es eigentlich nötig wäre.
Nächste Woche wartet nun am ersten Spieltag der neuen Bezirksliga-Saison der TuS Leutzsch, der am Wochenende in einem Testspiel gegen Oberligist Sachsen Leipzig nur denkbar knapp mit 0:1 unterlag.
Martin Hoffmann
Torfolge:
1:0 Wege (12.), 2:0 Wege (21.), 1:2 (34.), 2:2 (79.), 3:2 Bettfür (89.)
Aufstellungen:
FSV: Anhöck – Schmidt, Quasdorf, Seifert, Hobusch – Bergfeld, Gerhardt – T. Bohnet, Wege (46. Koch), Pawlowsky – Bettfür