Der FSV ist am Samstag gegen Frisch Auf Wurzen nur zu einem torlosen Unentschieden gekommen und muss weiter auf den sechsten Saisonsieg warten. Dabei sah es gegen den ATSV lange Zeit gut für die Bierdörfler aus.
Vor 111 Zuschauern hatten beide Teams vom Anpfif weg auf dem extrem tiefen Boden ihre Probleme. Der FSV agierte zunächst trotzdem besser, brachte sich durch einfache Ballverluste im Vorwärtsgang aber immer wieder selbst um den Lohn.
Nach einer Viertelstunde ergaben sich dann aber trotzdem die ersten guten Gelegenheiten für die Bierdörfler, bei denen Sven Roos für den verhinderten Chef-Coach Mike Geppert die Mannschaft betreute. Zunächst köpfte Sascha Quasdorf nach einer Flanke von Nicolai Schröer knapp über das Tor (15.). Kurz darauf verfehlte auch Cristoph Buse nach einem Freistoß den Kasten per Fallrückzieher nur um wenige Zentimeter (19.).
Fünf Minuten später versuchte es Daniel Pawlowsky mit einem Freistoß-Hammer aus der Distanz. Doch der Wurzener Torwart war auf dem Posten und klärte per Faustabwehr (24.). Danach war es aber auch schon wieder vorbei mit der Krostitzer Herrlichkeit, weil sich die Hausherren mit zunehmender Spieldauer besser auf die FSV-Offensive einstellten und nach einer halben Stunde ihrerseits zu einer guten Torchance kamen. Doch ATSV-Kapitän René Laicht verzog aus halblinker Position freistehend und so flog der Ball am langen Pfosten vorbei (27.).
Bis zum Halbzeitpfiff des umsichtigen Schiedsrichters Stefan Börner passierte nicht mehr viel, weil die Bierdörfler jetzt den nötigen Zug zum Tor vermissen ließen und die Wurzener sich ihrerseits zu selten aus ihrer defensiven Grundausrichtung wagten.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich fast nichts am Spielgeschehen. Der FSV versuchte seine spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen, aber gegen die stark verteidigenden Wurzener gab es für die Angreifer der Bierdörfler kaum ein Durchkommen.
Erst nach einer guten Stunde lag mal wieder so etwas wie Torgefahr in der Luft. Aber Christian Bettfürs Kopfball aus kurzer Distanz war kein Problem für Frisch-Auf-Keeper Matthias Möbius, weil der FSV-Stürmer keinen Druck hinter den Ball bekam (61.).
Eine Viertelstunde später vergaben die Gastgeber bei einer Konterchance ihrerseits die Möglichkeit zur Führung, als Sven Lentzes Schuss knapp am langen Pfosten des FSV-Tores vorbei zischte (75). Im direkten Gegenzug setzte sich Christoph Buse stark gegen drei Verteidiger durch und zog vom linken Strafraum-Eck einfach mal ab. Doch auch sein Schuss wollte an diesem Nachmittag nicht ins Tor und flog stattdessen an die Querlatte (76.).
Kurz vor Schluss mussten die Bierdörfler dann beinahe doch noch den Treffer zum 0:1 hinnehmen. Aber Sven Lentzes zweimal abgefälschter Freistoß rollte zum Glück für den FSV knapp am Kasten von André Stocklauser vorbei (88.).
Nach dem Schlusspfiff waren sich alle Krostitzer einig, dass man mit etwas mehr Glück durchaus auch als Sieger vom Platz hätte gehen können. Auf der anderen Seite blieben auch die kampfstarken Wurzener jederzeit gefährlich, so dass am Ende beide Teams mit dem torlosen Unentschieden leben konnten.
Herbert Häublein / Martin Hoffmann
Nach drei Spielen ohne Niederlage im Ligabetrieb kamen nun die spielstarken Krostitzer nach Wurzen, zehn Punkte trennen beide Teams in der Tabelle. Somit war die Favoritenrolle von vorne herein geklärt.
Genau das spiegelte sich dann auch im Spielverlauf der ersten Hälfte wieder, die Gäste waren optisch überlegen und hatten auch die besseren Möglichkeiten. Neu organisiert von Marcel Handau, als Vertreter vom gesperrten Dittrich, hielt die Abwehr der Wurzener stand. Beim Gastgeber ging nach vorn fast gar nichts, es kam aus dem Mittelfeld nicht viel und so hingen die Spitzen etwas in der Luft. Die 111 Zuschauer, unter ihnen eine kleine Abordnung von der Wurzener Firma Hoffmann Fördertechnik, die dieses Event zu einem Betriebsausflug nutzten, sahen zu diesem Zeitpunkt keinen allzu guten Gastgeber.
Die Chancen der Gäste häuften sich und in der 25. Minute sah sich der Wurzener Keeper Möbius zu einer Glanzparade genötigt, indem er einen Krostitzer Freistoß aus dem Winkel kratzte. Die erste erwähnenswerte Möglichkeit der Wurzener ergab sich dann erst in der 27. Minute, ein Kopfballversuch von Neugebauer ging allerdings weit übers Tor.
Zur Pause sprach dann Trainer Thilo Schulz die Defizite der ersten Hälfte massiv an. Dies fruchtete dann und in der zweiten Hälfte war dann eine Leistungssteigerung sichtlich erkennbar. In der Offensive tat sich wesentlich mehr und so ergaben sich dann auch zwangsläufig einige Möglichkeiten, so setzte sich Lentze gut durch doch aus aussichtsreicher Position verzog er mit links. So entwickelte sich irgendwie ein typisches null zu null Spiel.
Es hätte doch noch ein Sieg klappen können, ein gewaltiger Lentze-Freistoß wurde abgefälscht und ging nur denkbar knapp am Tor vorbei. Am Ende blieb es dann beim torlosen Remis, was man bei den Wurzenern durchaus als Punktgewinn verbuchen kann.
Torschützen:
Fehlanzeige!
Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Bergfeld – Roos, Hobusch – Quasdorf – Schröer (77. Müller), Bohnet, Wege – Buse – Bettfür, Pawlowsky (59. Rudolph)
Wurzen: Möbius – S. Handau, Neugebauer, O. Meier, M. Handau, Laicht, Dögnitz, Riedel, Schulze (68. Rohr), Lentze, Wittig (85. Bütow)
Zuschauer:
111
Schiedsrichter:
Börner, Stefan // Unterbeck, Annett // Clement, Matthias