Erste vergibt Sieg gegen Bad Düben in der Schlussminute

Pech in der allerletzten Minute: Dank eines späten Gegentores hat der FSV den Sieg im Derby gegen den FV Bad Düben knapp verpasst. Trotzdem konnten die Bierdörfler am Ende mit dem 2:2 noch zufrieden sein.

Das gibt es auch nicht alle Tage: Das Bezirksderby zwischen dem FSV Krostitz und dem FV Bad Düben fand auf neutralem Rasen in Eilenburg statt. Weil die Bierdörfler „Land unter“ meldeten, wurde auf dem Kunstrasenplatz im Nachwuchszentrum gekickt. Der Heimvorteil war futsch – und damit scheinbar auch die Motivation der favorisierten „Gastgeber“.

„Wer in 90 Minuten nur einmal auf das Tor schießt, kann nicht gewinnen“, wetterte Co-Trainer Sven Roos am Seitenrand. Der Ex-Stürmer dürfte ob der Lauffaulheit seiner Mannen verzweifelt gewesen sein. Nur einmal wurde es gefährlich, doch Christian Bettfür knallte das Leder freistehend aus zehn Metern über den Kasten.

Bad Düben wirkte deutlich engagierter, riss aber spielerisch auch keine Bäume aus und war vor dem Tor ebenso harmlos wie Krostitz. Was als Langweiler begann, entwickelte sich nach dem Wechsel zu einem packenden und mitreißenden Bezirksduell. Kurz nach dem Wiederanpfiff sorgte Jan Hobusch per Kopf für den ersten Punktspieltreffer der Dübener im Jahr 2010 – und gleichzeitig für das 1:0.

Doch der Jubel verhallte schnell. Nach einer Ecke glich Krostitz aus. Dabei köpfte Björn Bergfeld ein. Der aufgerückte Libero wurde von der FV-Hintermannschaft komplett ignoriert und hatte freistehend wenig Mühe. „Wir müssen vor dem 1:1 das 2:0 machen“, grämte sich Bad Dübens Trainer André Hund. Doch nach einem schönen Zusammenspiel verpasste Bastian Hampel.

Und es kam noch dicker: Nur drei Minuten nach dem Ausgleich schlug es ein. Ein als Flanke gedachter Ball rutschte FV-Keeper Michael Göttert unglücklich durch die Hände. Dem 18-Jährigen sei dieser Patzer verziehen. Es war sein erstes Punktspiel im Männerbereich. Mit Wut im Bauch rannten die Kurstädter an, kämpfen beherzt gegen nun völlig enttäuschende Krostitzer, die in den letzten 25 Minuten nicht mal in die Nähe des Tores kamen.

Als Hampel nach einem Schuss von Martin Engel zum vermeintlichen 2:2 abstaubte, war der Jubel groß. Doch das Tor zählte nicht. Abseits – entschied Schiedsrichter Karsten Schönknecht (Laußig). Und auch der direkt verwandelte Freistoß von Nico Knaubel kurz danach wurde nicht gegeben. Denn er war indirekt. In der 88. Minute wurde die Hund-Truppe schließlich für ihr Engagement belohnt. Mario Andres schaufelte das Leder per Freistoß ins lange Eck. „Das war mehr als verdient“, gestand FSV-Coach Mike Geppert.

Susan Stephan

Torfolge:
0:1 J. Hobusch (52.), 1:1 Bergfeld (61.), 2:1 Schmidt (63.), 2:2 Andres (89.).

Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Bergfeld – Schmidt, Wege – Quasdorf – C. Hobusch, H. Bohnet, T. Bohnet (Wünsch) – Rudolph – Schröer (Roos), Bettfür
Düben: Göttert – Völz, Knaubel, Hobusch, Schneider, Hampel, Scholz, Engel, Voggenreiter, Queitzsch, Andres

Schiedsrichter:
Schönknecht, Karsten // Küster, Wolfgang // Piknik, Stefan

Zuschauer:
90

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