Erste verliert unglücklich mit 0:2 gegen eiskalte Tauchaer

Die Erste ist nach dem Pokal-Höhenflug am Samstag beim 0:2 gegen die SG Taucha wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Die Gegentore fielen dabei zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Bei gute äußeren Bedingungen empfing der FSV am Samstag die SG Taucha im Kurt-Fuchs-Stadion und wollte nach dem Sieg gegen den SSV Stötteritz auch in der Liga nachwaschen. Am Ende stand der FSV aber mit leeren Händen da, obwohl die Tauchaer keinesfalls die bessere Mannschaft waren.

Mike Geppert vertraute auf die selbe Anfangself wie in der Vorwoche und wollte aus einer sicheren Defensive die Gäste-Abwehr immer wieder durch schnelle Gegenangriffe in Verlegenheit bringen. Davon war zunächst allerdings nichts zu sehen.

Die Tauchaer ließen wenig zu und weil auch die Krostitzer Abwehr sicher stand, spielte sich das Geschehen weitgehend im Mittelfeld ab. Viele Zweikämpfe und Fehlpässe auf beiden Seiten ließen keinen echten Spielfluss aufkommen und Torchancen hatten echten Seltenheitswert.

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Spielstatistik:
FSV – SG Taucha 99

Torschützen:
0:1 Weihrauch (44.)
0:2 Fischer (87.)

Zuschauer:
120

Schiedsrichter:
B. Schneider (Naunhof)

Assistenten:
U. Schönborn, R. Fischer

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Paukenschlag kurz vor der Pause

Einzig Nico Müller sorgte für einen Hauch von Torgefahr, aber auch er konnte Tauchas 18-jährigen Towart Tim Grune nicht bezwingen, weil er im Anschluss an eine Ecke vom eigenen Mann (!) Chris Hobusch entscheidend gestört wurde (20.).

So rechneten die 120 Zuschauer im Kurt-Fuchs-Stadion eigentlich schon mit einem torlosen Remis zur Halbzeit, als sich – sehr zum Leidwesen der Bierdörfler – doch noch etwas am Spielstand änderte.

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld waren sich Christoph Buse und Chris Hobusch nicht einig, ein Tauchaer erkannte die Gunst der Stunde und hebelte mit einem Steilpass auf die rechte Außenbahn die überraschte Krostitzer Abwehr aus. Die anschließende Flanke brauchte der völlig frei stehende Thomas Weihrauch in der Mitte nur noch einzunicken (44.). Mit diesem bitteren Rückstand für den FSV ging es dann auch in die Kabinen.

Krostitz im Angriff harmlos

Nach dem Seitenwechsel wollten die Bierdörfler offensiver spielen und die Tauchaer mehr unter Druck setzen. Aber immer wieder bissen sie sich an der gut funktionierenden Viererkette der Parthestädter die Zähne aus.

Nur bei einer Kopfball-Chance von Daniel Roos war die Tauchaer Defensive nicht auf dem Posten. Aber das Leder fand nicht einmal den Weg in Richtung Kasten, sondern wurde vorher aus der Gefahrenzone geschlagen (69.). Mike Geppert versuchte alles, wechselte dreimal und zog Sascha Quasdorf und Daniel Roos nach vorne – ohne Erfolg.

Die Tauchaer beschränkten sich aufs Allernötigste und taten nicht mehr für das Spiel, als sie mussten. Nur als André Stocklauser zehn Minuten vor dem Ende Libero Helmut Gerhardt kurz vorm eigene Strafraum umrannte und die Kugel bei einem Tauchaer landete, musste der FSV kurz zittern. Aber der Ball ging am Ende doch weit übers Tor (80.).

Entscheidung fällt in der Schlussphase

Drei Minuten vor dem Abpfiff sorgten die Parthestädter dann aber doch für die endgültige Entscheidung. Nach einem zweifelhaften Freistoßpfiff am Krostitzer Strafraum, brachte ein Tauchaer den Ball scharf nach innen, wo Christian Fischer in die Hereingabe lief und das Leder mit etwas Glück aus elf Metern über die Linie hämmerte (87.).

Bis zum Schlusspfiff passierte dann nichts mehr. Weil die Krostitzer zu selten Torgefahr ausstrahlten und Taucha ganz abgezockt seine wenigen Chancen nutzte, stand der FSV am Ende mit leeren Händen da. Dabei wäre für die Bierdörfler durchaus ein Unentschieden drin gewesen.

Mit 23 Punkten steht die Geppert-Elf jetzt auf Rang 8 im Niemandsland der Tabelle. Nächste Woche geht es zum Auswärtsspiel nach Döbeln, wo die Partien in der Vergangenheit immer hart umkämpft waren, und in der Woche darauf steht das Pokal-Halbfinale gegen den SV Mügeln-Ablaß an. Ein schwieriges Programm, das nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung erfolgreich zu bewältigen sein wird.

Martin Hoffmann

Aufstellungen:
FSV:
Stocklauser – Gerhardt – Schmidt, Roos – Quasdorf – T. Bohnet (74. Wünsch), H. Bohnet, Hobusch – Buse – Schröer (68. Wege), N. Müller (60. Rudolph)
Taucha: Grune – Korb, Näther, Moritz, Heyde – Dobiasch, Weihrauch, Gerloff, Löffelmann – Fischer (90. P. Geisler), Craatz

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