FSV feiert Sensationssieg gegen RB Leipzig II


Der FSV hat sein erstes Pflichtspiel im neuen Jahr überraschend, aber nicht unverdient, mit 2:0 gegen RB Leipzig II gewonnen. Matchwinner für die Bierdörfler war Nicolai Schröer, der gleich zweimal ins Schwarze traf.

“Eine Kiste Bier und ein Liedchen in der Kabine”, mehr brauchte es nicht während der Siegesfeier des FSV Krostitz nach dem Sensationserfolg bei Rasenball Leipzig II am Sonnabend. Zumindest lautet so die offizielle Version von Trainer Sven Roos.

Was in der Fußball Bundesliga Bayern München ist, dürfte für die Bezirksliga Leipzig die Reserve von RB sein. Eine scheinbar übermächtige Mannschaft, gegen die jeder mit einer extra Portion Motivation herangeht.

Vielleicht tun sich die Messestädter deshalb in dieser Saison so schwer und vielleicht verloren sie deshalb gegen das nun ehemalige Schlusslicht aus dem Bierdorf. “Natürlich war ein Sieg von uns sehr unwahrscheinlich. Aber nach 20 Minuten haben die Jungs gemerkt, dass hier was geht und sich mehr zugetraut”, sagte Roos.

Dabei hatte sein Gegenüber David Bergner noch vor der Partie angekündigt, gegen vermeintlich schwächere Gegner keine Punkte mehr liegenlassen zu wollen. Ein Doppelschlag von Nicolai Schröer, der kurz vor und nach der Pause einnetzte, vereitelte das RB-Vorhaben.

Da aber Fußball bekanntlich zu elft gewonnen wird, gab sich Roos diplomatisch: “Wir haben gut gespielt, eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und keinen Schwachpunkt gehabt.” Und um jeden Meter gekämpft.

Bestes Beispiel dafür gab Treffer Nummer zwei ab. Christian Bettfür stibitzte einem Leipziger energisch das Leder und Schröer besorgte den Rest.

Es folgten wütende Angriffe der Hausherren, die jedoch ein ums andere Mal vorzeitig oder in den Armen von FSV-Schlussmann Hendrik Müller (mittlerweile süße 42 Lenze alt) endeten. “Hendrik strahlt viel Ruhe und Souveränität aus und war ein wichtiger Baustein zum Sieg”, befand Roos.

Noch bis März steht der Routinier, eigentlich Torwarttrainer beim FSV, gezwungenermaßen zwischen den Pfosten, da die beiden Stammtorhüter André Stocklauser und Sven Anhöck noch einige Zeit ausfallen. Also streift Müller auch beim nächsten Punktspiel, am 19. Februar bei TuS Leutzsch, die Handschuhe über.

Eine Begegnung übrigens, die mindestens genauso wichtig ist, wie jene gegen RB. “Der Sieg gegen Leipzig nützt uns nichts, wenn wir nicht auch in den nächsten Spielen Zählbares holen”, gibt Roos die Richtung vor. Neun Siege brauche es noch, um den Klassenerhalt sicher in der Tasche zu haben.

Ein kühnes Unterfangen, gelangen Krostitz doch in den bisherigen 15 Partien erst drei “Dreier”. Deswegen gilt die Devise: “Trainieren, trainieren, trainieren und nicht locker lassen.” Alles nur damit die FSV-Männer auch nach dem letzten Spieltag in der Kabine sitzen, Bier trinken und ein Nicht-Abstiegs-Liedchen schmettern können.

Herbert Häublein / Johannes David

Aufstellungen:
FSV:
H. Müller – Bergfeld, Wege, Schmidt, Pawlowsky, Quasdorf, Roos, T. Bohnet, Rudolph, Schröer, Bettfür (84. Gerhardt)
RBL: Hübner – Zahn (56. Laube), Baude, Wittig, Moszeik – Klauß, Rienaß, Oechsner, Pfeffing (56. Köster) – Jentzsch (69. Weiß), Daubitz

Schiedsrichter:
Bürk Haubner (Meerane)

Zuschauer:
80

Weiterführende Links:
Spielbericht & Live-Ticker zum Nachlesen bei “Leipzig kickt”
Spielbericht im RB Leipzig Wiki
Fotos vom Spiel bei Picasa
Fotos vom Spiel auf der Facebook-Seite des FSV

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