
Die Erste ist am Sonntag in Radefeld nicht über ein 0:0-Unentschieden hinausgekommen. Nach der Niederlage gegen den ESV Delitzsch muss der FSV jetzt langsam aufpassen, dass er den Anschluss nach oben nicht verlieren.
Nach der 0:2-Pleite gegen den ESV Delitzsch wollten die Bierdörfler am Sonntag in Radefeld für Wiedergutmachung sorgen. Aber wie schon so oft in den vergangenen Jahren konnte der FSV wieder einmal an einem Sonntag nicht seine beste Leistung abrufen. Im Gegenteil: Was die Roos-Elf über weiter Strecken der Partie anbot, war grottenschlecht.
Bei regnerischem Wetter fanden die Bierdörfler die komplette erste Halbzeit auf dem tollen Radefelder Rasen überhaupt nicht ins Spiel. Vor allem das Offensiv-Spiel war viel zu ideenlos, um die kompakte RSV-Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dazu kamen unerklärlich viele unnötige Ballverluste im Mittelfeld, die den Radefeldern die Möglichkeit gaben, blitzschnell zu kontern.
Radefeld kontert geschickt
Denn im Gegensatz zum FSV suchte die Heimmannschaft mit schnörkellosem Fußball den direkten Weg zum Tor. Immer wieder schalteten die Gelb-Schwarzen nach der Balleroberung stark von Defensive auf Offensive um und die Bierdörfler hatten Glück, dass die Heimmannschaft ihre Angriffe meist unkonzentriert zu Ende spielte.
Trotzdem hätte der FSV auch mit einem Rückstand in die Pause gehen können, wenn der Ball kurz vor dem Halbzeitpfiff beim Lattentreffer eines Radefelders ein paar Zentimeter weiter unten eingeschlagen wäre. So aber ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.
Auch die zweite Halbzeit begann alles andere als gut für den FSV: Christoph Schmidt hätte den Ball Sekunden nach dem Wiederanpfiff beinahe ins eigene Tor bugsiert und nur dank einer tollen Aktion von FSV-Keeper René Möbius blieb es weiter beim 0:0 (46.).
Wer dachte, dass diese Schrecksekunde die Bierdörfler wachgerüttelt hatte, sah sich leider getäuscht. Die Roos-Elf leistete sich einen leichten Ballverlust nach dem anderen und schaffte es kaum einmal, einen vernünftigen Spielzug aufzuziehen. Radefeld lauerte weiter auf Konter, schaffte es aber glücklicherweise nicht daraus Kapital zu schlagen, obwohl die Krostitzer Defensive den RSV-Angreifern immer wieder Möglichkeiten dazu gab.
Krostitz schafft die Wende nicht
Mit zunehmender Spielzeit, wurde es auf dem Feld dann immer ruppiger. Schiedsrichter Sebastian Asch aus Großbothen hatte bei einigen überhart geführten Zweikämpfen im Mittelfeld alle Hände voll zu tun, um die Partie im Griff zu behalten.
In einem Spiel, in dem der FSV eigentlich keinen Sieg verdient hätte, wäre am Ende aber trotz der unterirdischen Leistung beinahe doch noch ein Dreier drin gewesen. Aber der eingewechselte Tobias Gohla, der in den letzten Minuten nochmal für Belebung im Angriff sorgte, schoss den Ball nach einer schönen Einzelleistung knapp neben den Pfosten.
Kurz darauf war dann endgültig Schluss und der FSV musste mit einem schmeichelhaften 0:0 im Gepäck die Heimreise antreten. Nächste Woche wartet mit dem FSV Oschatz erneut ein starker Gegner, gegen den die Roos-Elf dann endlich Farbe bekennen muss, wenn die Aufstiegsambitionen nicht schon zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison erstmal zu den Akten gelegt werden sollen.
Martin Hoffmann
Torfolge:
Fehlanzeige!
Aufstellungen:
FSV: Möbius – Schmidt, Quasdorf, Schneider, Roos – Heede – Hobusch (62. Gehrhardt), Bohnet (62. Rudolph), Pawlowsky – Müller (80. Gohla), Bettfür
RSV: Gründling (70. Ma. Lewik) – Zschämisch, Sackewitz, Ohlig, Ebisch, Eger, Da. Gold (90. Riedeberger), Feske (66. Do. Gold), Lerz, Schädlich, Mi. Lewik
Schiedsrichter:
Sebastian Asch
Zuschauer:
110