Kurzen Prozess machten die Alten Herren des FSV am letzten Freitag mit dem SV Gröbers. Der ergab sich früh in sein Schicksal und wartete in einer fairen Partie am Ende nur noch auf den Schlusspfiff.
Obwohl fünf Minuten vor Anpfiff dem Trainergespann Schmidt/Bohnet gerade mal 11 Leute zur Verfügung standen (wenig später erhöhte sich deren Zahl auf 13), ist die Geschichte dieses Spiels schnell erzählt: so robust und kampfstark die Eintracht aus Gröbers zu Hause auch auftritt, so devot und mutlos gibt sie sich auswärts.
Also entwickelte sich ein Einbahnstraßenspiel. In den ersten Minuten spielte die Eintracht noch mit (Lohn dessen war ein krachendender Lattenknaller aus über 20 Metern), ergab sich danach aber immer mehr der Opfer-Rolle. Der erkennbare Zug zum Tor des Bullen ließ gleichmäßig nach und kam in der Schlussviertelstunde komplett zum Erliegen. Unser Hüter dürfte sich an diesem Abend ziemlich gelangweilt haben.
Bezeichnend für die Ergebenheit der Gäste an diesem Tag war folgender Satz von einem Eintrachtler zum anderen: “Noch 10 Minuten, dann haben wir’s überstanden!”
Krostitz nutzte die Gunst der Gelegenheit und ließ den Ball laufen…und laufen…und laufen. Immer mal wieder eine Chance, manchmal auch ein Tor. Gröbers blieb dabei sowas von fair, dass sich selbst “unserem” Schiri gar keine Chance bot, den sonst üblichen Mist zu pfeifen.
Die Torausbeute verteilte sich auf Enrico (nach Flanke von Paul), Wolli (Abstauber-Riecher nach Knaller von Lippi), Lippi (irgendwie war der Ball drin) und drei Mal Schwietzer (nutzte hauptsächlich Lippis Anspiele). Apropos Lippi: Während einige durch seine gekonnten Vorlagen geradezu verwöhnt wurden, fragen sich andere, welcher Sekte sie eigentlich beitreten müssen, um in Tornähe den Ball vom Hohen Herren wenigstens einmal wieder zu kriegen…
Da das Spiel noch nicht unter Flutlicht stattfand, hatte kurz nach sieben keiner was dagegegen, als überpünktlich abgepfiffen wurde.
Mario Krause
Es traten an:
Ralf “Bulle” Arnold, Fred “Fritze” Schuster, Steffen Moritz; Ronald Höhne, Andre “Paul” Fröhlich, Gerd Scheibe, Ingolf Schmidt, Harald “Harry” Stephan, Enrico “Zopf” Jakob, Wolfgang “Wolli” Kunze, Holm “Lippi” Lipinski; sowie ab Halbzeit zwei Karsten ”Schwietzer” Otto und Mario Krause