FSV verliert bei tropischen Temperaturen gegen TuS Leutzsch

TuS Leutzsch – FSV Krostitz 1:0 (0:0)

Die Erste reiste am Mittwoch zu einem weiteren Testspiel gegen TuS Leutzsch ins Stadion an der Leipziger Rietschelstraße. Die äußeren Bedingungen waren top – wäre da nicht diese sengende Hitze gewesen, die den Spielern beider Mannschaften ordentlich zu schaffen machte. FSV-Coach David Rößler, der diesmal den im Urlaub weilenden Wolfgang Letzian vertrat, konnte darum vor allem in der zweiten Halbzeit, als die Kräfte nachließen, nicht mehr mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden sein.

Doch zunächst dominierten die Bierdörfler den Gegner beinahe nach Belieben. Durch frühes Stören wurde der Ball immer wieder im Angriffsdrittel erobert und direkt der Abschluss gesucht. Allein Nico Müller hätte auf diese Weise mit drei glasklaren Tormöglichkeiten in den ersten zehn Minuten schon alles klar machen können. Doch er scheiterte immer wieder am teilweise großartig parierenden Hüter der Leutzscher.

Nach der guten Anfangsphase vergaßen die Bierdörfler aber, weiter vorne Druck zu machen, zogen sich zu weit zurück und bauten dadurch die Leutzscher unnötig auf. Spätestens als André Stocklauser nach einer halben Stunde gleich zweimal in kurzer Folge sein ganzes Können aufbringen musste, um gegen frei durchgebrochene Gegenspieler zu klären, hätte das ein Hallo-Wach-Signal für die Bierdörfler sein müssen. Doch der Rößler-Elf sollte es an diesem Tag nicht gelingen, den Spieß noch einmal umzudrehen.

Viele individuelle Fehler

Stattdessen häuften sich mit zunehmender Spieldauer die individuellen Fehler im Spielaufbau der Krostitzer, die die Leutzscher immer wieder mit langen Diagonalbällen auf ihre brandgefährlichen Stürmer zu nutzen versuchten. Die Viererkette der Bierdörfler wirkte alles andere als eingespielt – zu groß waren die Abstände zwischen den einzelnen Spielern, zu selten wurde der Nebenmann abgesichert, zu wenig schalteten sich die Außenverteidiger ins Angriffsspiel ein.

Auch die sechs Wechsel zur Pause änderten daran nicht wirklich viel. Stattdessen machte der FSV da weiter, wo er aufgehört hatte. Nach vorne gelang relativ wenig – und wenn der unermüdliche Chris Hobusch über die linke Außenbahn doch einmal durchbrechen konnte, fehlte in der Mitte ein Abnehmer.

Noch viel Arbeit für den FSV

Die Leutzscher beschränkten sich aufs Wesentliche, verteidigten gut und geschlossen und setzten gegen die häufig zu hoch stehende Krostitzer Viererkette immer wieder Nadelstiche. Einer davon führte dann auch zum goldenen Treffer des Abends. Ein TuS-Spieler wurde im Zentrum von drei FSV-Kickern nicht energisch genug angegriffen und konnte so einen einfachen Steilpass in die Schnittstelle der FSV-Abwehr spielen. Diesen erlief ein Leutzscher Angreifer und überwand ohne Mühe Tom Röthel, der im zweiten Durchgang das Krostitzer Tor hütete (66.).

Den Bierdörflern war nach dem Rückstand zwar das Bemühen anzumerken, wenigstens ein Unentschieden mit nach Hause nehmen zu können. Aber mehr als ein paar ungefährliche Standardsituationen sprangen dabei nicht heraus, so dass am Ende der Sieg der Leutzscher durchaus in Ordnung ging. In der zweiten Halbzeit fehlten den Bierdörflern sicher Kraft und Konzentration – kein Wunder nach den anstrengenden Trainingseinheiten der letzten Tage. Aber auch die vielen taktischen Fehler, die die Mannschaft machte, sollten die Verantwortlichen nachdenklich stimmen. Denn bis zum Saisonstart müssen diese dringend behoben werden, wenn es kein böses Erwachen geben soll.

Torfolge:

1:0 Zierentz (66.)

Aufstellung:

Bis auf den angeschlagenen Nico Geißler kamen alle Spieler zum Einsatz.

Weiterführende Links:

Spielbericht auf der Website von TuS Leutzsch

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