FSV verliert und steht kurz vor dem Abstieg


Unfassbar! Der FSV verliert 1:3 gegen Engelsdorf – und kassiert dabei nach eigener Führung innerhalb von fünf Minuten drei Gegentreffer. Am letzten Spieltag muss nun gegen Meister RB Leipzig II ein Fußball-Wunder her.

Mit einem Sieg beim Tabellenletzten, SV Lokomotive Engelsdorf, wollte der FSV Krostitz einen Schritt Richtung Bezirksliga-Klassenerhalt gehen. Der Gastgeber galt bereits als abgestiegen und konnte deshalb frei aufspielen. Den Krostitzern merkte man von der ersten Minute die Angst, dieses Spiel zu verlieren, an. Sie fanden überhaupt nicht zu ihrem Rhythmus. Die Begegnung ging dann auch mit 1:3 Toren für die Bierdörfler verloren.

In den ersten 30 Minuten spielte sich alles zwischen den Strafräumen ab, Torchancen waren Mangelware. Sascha Quasdorf hatte zwei Gelegenheiten, die Krostitzer in Führung zu bringen. Seine Versuche scheiterten nur knapp. 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

Danach wollte es der Gastgeber wissen. Erst verfing sich der Ball im Außennetz, danach fiel der Kopfball genau in die Arme von André Stocklauser. Der FSV wurde besser, Thomas Rudolph zirkelte das Leder auch nur an das Außennetz. Nach einer Ecke kam noch Michael Wege an den Ball, doch der ging über die Querlatte.

Im Gegenzug verzog ein Gastgeber-Stürmer, der Ball passierte außen den langen Pfosten. In der 69. Minute kam Krostitz zur Führung, Thomas Rudolph hämmerte einen Freistoß ins Tor. Die Freude währte nur fünf Minuten, da erzielte der Gastgeber den Ausgleich.

Die Engelsdorfer spielten immer frecher auf, Stocklauser reagierte mehrfach und konnte sich auszeichnen, einmal musste Daniel Roos auf der Linie klären. Der FSV war völlig von der Rolle, und innerhalb von zwei Minuten kassierten die Gäste zwei weitere Gegentreffer.

Eine Riesenchance hatte noch Nicolai Schröer, doch der scheiterte am Engelsdorfer Torwart. Mit dem Abpfiff war die Niederlage perfekt. Als sich die Krostitzer die Schlussresultate der anderen Bezirksligaspiele sahen, war die Enttäuschung noch viel größer. Mit einem Sieg an diesem Tag hätte man den Klassenerhalt perfekt machen können. Nun muss ein Sieg gegen Spitzenreiter RB II her, um noch das Wunder Klassenerhalt zu schaffen.

Herbert Häublein

Torfolge:
0:1 Rudolph (69.), 1:1  Reich (74.), 2:1 Mißlitz (76.), 3:1 Seidel (79.)

Aufstellungen:
FSV:
Stocklauser – Bergfeld, Gerhardt, Hobusch, Quasdorf (69. H. Bohnet), Schröer, Rudolph (78. C. Schmidt), P. Schmidt (60. N. Müller), Seifert, Roos, Wege
Lok: Westphal – Dietz, Junghanns (68. Mißlitz), Lange, Sachse, Jacobi, Neidhold, Schmager (60. Reich), Seidel, Matzeck (83. Krell), Güldemann

Zuschauer:
85

Schiedsrichter:
Christine Weigelt (Leipzig)

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