Fünfter Sieg in Folge: Erste gewinnt gegen Radefeld


Mit dem fünften Sieg in Folge hat die Erste vor dem Pokalspiel gegen Stötteritz noch einmal Selbstvertrauen getankt. Im Testspiel gegen Radefeld blieb der FSV vor allem in der zweiten Halbzeit aber noch vieles schuldig.

Drei Tage vor dem Landespokalspiel gegen den SSV Stötteritz testete der FSV noch einmal vor heimischer Kulisse gegen den Radefelder SV. Die Gäste landeten in der letzten Saison in der Leipziger Bezirksklasse sieben Punkte vor einem Abstiegsplatz und mussten wegen eines Sportgerichtsurteils zwischenzeitlich sogar das Schlimmste befürchten. Der FSV war also vor dem Spiel deutlich in der Favoritenrolle und wollte seine gute Serie von zuletzt vier Siegen in Folge weiter ausbauen.

Sven Roos ließ erstmals von Anfang an Neuzugang Christian Seifert neben Sascha Quasdorf auf der Innenverteidigerposition ran, vorne sollten Christian Bettfür und die hängende Spitze Christoph Buse für die Tore sorgen.

Doch zunächst blieb bei den Bierdörflern noch vieles Stückwerk. Die Radefelder standen tief und verteidigten geschickt, so dass es eine Viertelstunde dauerte, ehe ein Hobusch-Schuss erstmals für Gefahr vorm RSV-Tor sorgte.

Immer dann, wenn es schnell über die Außenbahnen ging, wurde es gefährlich – allerdings verschleppte der FSV besonders im Zentrum zu oft das Spiel und gab den Gästen dadurch immer wieder die Möglichkeit, sich neu zu sortieren.

Die Radefelder versuchten die Gunst der Stunde zu nutzen, wurden nach und nach mutiger und wären sogar beinahe in Führung gegangen, als FSV-Keeper André Stocklauser einen langen Ball falsch einschätzte und das Leder gegen die Latte prallte.

Nicht ganz so viel Glück hatte auf der anderen Seite dann aber Stocklausers Pendant Martin Gründling, als er einen Buse-Kopfball nur zur Seite abprallen lassen konnte. Christian Bettfür bedankte sich auf seine Art und drückte den Abpraller zur Krostitzer Führung über die Linie (20.).

In der Folge erspielte sich die Roos-Elf ein deutlicheres Übergewicht und legte auch noch das 2:0 nach, als Sascha Quasdorf die Kugel per Kopf ins Tor beförderte (30.). Bis zum Pausenpfiff passierte dann nicht mehr viel, so dass es mit diesem 2:0 in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel brachte Sven Roos mit Daniel Pawlowsky und Felix Koch zwei neue Leute, die für weitere Treffer sorgen sollten. Stattdessen klingelte es urplötzlich im FSV-Tor, als André Stocklauser eine Flanke von der linken Eckfahne völlig falsch einschätzte und sich das Leder selbst in die Maschen bugsierte (55.).

Doch die Freude der Radefelder währte nicht lange, denn kurz darauf stellte Chris Hobusch den alten Abstand wieder her (60.). Der RSV steckte trotzdem nie auf und hatte in der zweiten Halbzeit gleich zweimal Pech, dass André Stocklauser bei zwei Lupfern aus 18 Metern auf dem Posten war.

Als Christian Bettfür eine Viertelstunde vor Schluss auf 4:1 erhöhte (75.) und Christoph Schmidt mit einer “verunglückten” Flanke sogar noch das 5:1 erzielte, war die Partie dennoch entschieden (80.).

Allerdings blieben die Bierdörflern im zweiten Durchgang vieles schuldig. Zu wenig Bewegung, vor allem im Sturmzentrum, zu wenig Druck über die Flügel und ein ungeordnetes Aufbauspiel sorgten dafür, dass Sven Roos mit der gezeigten Leistung nicht zufrieden sein konnte, zumal der RSV fünf Minuten vor dem Abpfiff nach einer Fehlerkette in der FSV-Abwehr durch Hannes Lerz auch noch zum 5:2 kam.

Am Samstag gegen Stötteritz muss also auf jeden Fall eine Leistungssteigerung her, wenn die 1. Hauptrunde im Landespokal erreicht werden soll. Die Chancen dafür stehen aber nicht schlecht, kehren doch einige Spieler zurück in den Kader, die am Mittwoch nicht mitspielen konnten.

Martin Hoffmann

Torfolge:
1:0 Bettfür (20.), 2:0 Quasdorf (30.), 2:1 Feske (55.), 3:1 Hobusch (60.), 4:1 Bettfür (75.), 5:1 Schmidt (80.), 5:2 Lerz (85.)

Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Schmidt, Seifert, Quasdorf, Hobusch – Bergfeld, Gerhardt – Schlüter (Pawlowsky), Buse, Schröer – Bettfür (Koch)
RSV: Gründling – Ohlig (Zschämisch), Sackewitz, Eger, Neutsch, Farkas (Hintzsch), Eb­isch – Schädlich, Lerz, Müller – Feske (A. Fröhlich)

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