Geistesblitz von Pertzschi sichert Sieg in Sandersdorf

Die Alten Herren spielten kurzfristig gegen Sandersdorf statt in Tresenwald und taten sich bei tollen äußeren Bedingungen sehr schwer. Erst ein Geniestreich kurz vor dem Ende sicherte den Sieg.

Das geplante Spiel gegen Tresenwald wurde leider abgesagt und so musste ein neuer Gegner gefunden werden. Mirkos  wahres Talent ist nicht etwa das Fußballspielen – davon konnte man sich in letzter Zeit überzeugen – sondern organisatorischer Art und so spielten wir in Sandersdorf. Vielen Dank.

Eigentlich war alles für einen schönen Abend angerichtet. Gemütliche Busfahrt zum Spiel, die Anlage in Sandersdorf ist top (selbst der FC Eilenburg beneidet sie für ihr schönes Tribünendach ), erstklassiger Kunstrasenplatz, die Sonne schien, das Trainerteam konnte aus dem Vollen schöpfen und auch der Gegner sah alles andere als unschlagbar aus.

Das Spiel begann auch recht flott und schon in den ersten Minuten kamen die Bierdörfler zu guten Chancen. Doch recht bald schon merkte man, dass der Gastgeber eine Art Catenaccio spielt. Kurz zur Erklärung: Beim Catenaccio (ital. „Sperrkette“ oder „Riegel“) spielen neben dem Torwart vier Abwehrspieler, fünf Mittelfeldspieler und ein Stürmer (4-5-1) oder fünf Abwehrspieler, vier Mittelfeldspieler und ein Stürmer (5-4-1). Aufgrund dieser Spielaufstellung ist das System sehr defensiv ausgerichtet und die Mannschaft vom Gegner nur schwer auszuspielen. Quelle: Wikipeda)

Tja, und genauso war das Spiel dann auch. Die einen wollten nicht, die anderen konnten nicht – trotz gefühlten 75 Prozent Ballbesitz und so wuchs natürlich die Unzufriedenheit, vor allem beim Trainerteam. Irgendwie war immer ein Bein dazwischen, der Torwart war auch nicht schlecht aber auch das Krostitzer Spiel war stellenweise mangelhaft, zu viele Fehler schon im Aufbauspiel und der letzte Pass kam meist nicht an.

Die wenigen Torchancen wurden zum Teil kläglich vergeben. Eigentlich spielten wir in der großen Pokalsiegersaison mit ähnlicher Taktik, nur wollten wir halt immer ein Tor vorlegen und dann verteidigen, was man den Sandersdorfern an diesem Abend fast absprechen musste.

Trotz mehrfacher Wechsel und Umstellung blieb alles wie gehabt und wir hätten noch bis in die frühen Morgenstunden spielen können, wenn nicht „Pertzschi“ einen „Geistesblitz“ gehabt hätte und einen dummen Fehler des ansonsten guten Torwarts zum 0:1 nutzte.

Für kurze Zeit waren alle etwas unsicher, was das Regelwerk besagt – zwei wussten es halt gleich, denn der Schiri zeigte sofort auf den Anstoßpunkt. Das alles spielte sich fünf Minuten vor Ende der Partie ab und so blieb es beim zwar glücklichen aber wohlverdienten Auswärtssieg, wenngleich es schon lange Gesichter gab.

Fazit: So ist eben Altherrenfußball, solche Spiele wird es immer mal geben und wenn alles und jeder Spieler fehlerlos währe, so spielten sie bestimmt nicht hier, sondern noch aktiv.

Lutz Lesch

Siegermannschaft: A. Henning; G. Scheibe (C); H. “Harry“ Stephan; M. Müller; E. Jacob; L.“Lutz´er“ Lesch; I. Schmidt; M. „Krausi“ Krause; A.“Kola“ Kolawski; M.“Pertzschi“ Pertzsch; H.“Henne“ Müller sowie H.“Lippi“ Lipinski; W.“Wolli“ Kunze; A.“Paul“ Fröhlich; S. Moritz; H. Simon

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