Ganz knapp an der Sensation vorbei: Der FSV scheiterte bei der Hallen-Bezirksmeisterschaft in Zwenkau erst im Finale am 1. FC Lok Leipzig. Trotzdem darf das Team jetzt an den Landesmeisterschaften teilnehmen.
„Kurzzeitig ist man da schon enttäuscht“, kommentierte Trainer Mike Geppert. Schließlich erhalten die Kicker des FSV Krostitz nicht jedes Jahr die Möglichkeit, die begehrte Bezirks-Trophäe in Empfang zu nehmen. Dass sie am Ende um Haaresbreite daran vorbeigeschrammt sind, darüber war Geppert schon gestern hinweg: „Ich habe eine Nacht drüber geschlafen und bin jetzt eigentlich nur noch stolz, dass wir es überhaupt so weit geschafft haben.“ Die Mannschaft startete im Kreisderby gegen den ESV Delitzsch (beide Teams waren den witterungsbedingt schwierigen Weg nach Zwenkau gemeinsam angetreten) mit einem 0:0-Remis.
Wenig später folgte der erste Sieg: Im zweiten Gruppenspiel trafen die Krostitzer auf Liebertwolkwitz, den Tabellenführer der ersten Staffel der Bezirksklasse. Mit einem Doppelschlag von Christoph Buse und Nikolai Schröer in der 4. und 5. Minute sorgten die FSV-Kicker für klare Verhältnisse. Als der Kontrahent jedoch kurze Zeit später auf 1:2 Treffer verkürzte, zitterten sich die Geppert-Schützlinge bis zum Ende der zwölf angesetzten Minuten zum wichtigen Sieg. Die Latte des Krostitzer Tores und ein überragender Sven Anhöck im Tor verhinderten in dieser Phase den Ausgleichstreffer.
Dem späteren Turniersieger 1. FC Lok Leipzig mussten sich die Krostitzer daraufhin mit 1:2 Toren geschlagen geben. Bereits nach fünf Minuten führten die Messestädter mit 2:0 Treffern. Für den Anschluss sorgte zudem ein Eigentor. Mit lediglich vier Punkten erreichten die Krostitzer das Halbfinale. Dort bezwangen sie den Gastgeber VfB Zwenkau mit 5:4 Toren nach Neunmeter-Schießen. In der regulären Spielzeit hatte Björn Bergfeld für die Krostitzer zum 1:1-Remis getroffen. Vom Neunmeter-Punkt trafen Buse, Helmut Gehrhardt, Schröer, erneut Bergfeld sowie Marco Wünsch.
Im Finalspiel – erneut gegen Loks Reserve, schien plötzlich alles möglich. Wie bereits im Gruppenspiel begannen die Leipziger druckvoll und gingen nach drei Minuten in Front. Nun setzten die Krostitzer alles auf eine Karte. Michael Wege und Schröer versemmelten Riesenchancen, ehe Gehrhardt zum umjubelten 1:1-Ausgleichstreffer einlochte. Im anschließenden Neunmeter-Schießen unterlag die FSV-Riege unglücklich mit 4:5. Schröer hatte den entscheidenden Ball nicht verwandelt.
Trotz der Finalniederlage darf die Mannschaft von Mike Geppert jetzt aber gemeinsam mit dem 1. FC Lok Leipzig an den Hallen-Landesmeisterschaften teilnehmen, die am 23. Januar in Hohenstein-Ernstthal steigen.
Herbert Häublein