Jetzt zählt’s: Erste will guten Saisonstart gegen TuS Leutzsch


Nach den vielen Testspielen und dem Aus im Landespokal geht es für den FSV am Samstag endlich wieder um “richtige” Punkte. Und mit TuS Leutzsch erwartet die Roos-Elf zum Auftakt gleich ein ambitionierter Gegner.
Am Samstag geht es endlich wieder los: Pünktlich um 15 Uhr startet die erste Mannschaft des FSV im Kurt-Fuchs-Stadion in die neue Saison und kämpft wieder um Punkte. Mit Tus Leutzsch reist zum Auftakt der neuen Spielzeit ein Gegner ins Bierdorf, den man keinesfalls unterschätzen sollte.

Zwar landeten die Leutzscher in der Vorsaison nur auf Rang 14 und entgingen dem Abstieg nur wegen der um neun Treffer besseren Torbilanz im Vergleich zu Frisch-Auf Wurzen. In der Sommerpause verließen aber gleich sieben Spieler den Verein und gleichzeitig konnte der junge Cheftrainer Christian Heise (27) acht neue Akteure an der verlängerten Rietschelstraße begrüßen, so dass der TuS dieser Saison nur noch wenig mit dem TuS der letzten Spielzeit gemeinsam hat.

Logo TuS Leutzsch

Der Gegner:
TuS Leutzsch

Trainer:
Christian Heise

Tabellenplatz 09/10:
14. (29 Punkte, 37:55 Tore)

Letzte Spiele:
TuS – Sachsen Leipzig 0:1
TuS – Alem. Geithain 3:2
TuS – BW Leipzig II 5:1
Roter Stern – TuS 1:0 (Pokal)
Radefelder SV – TuS 1:1

Vereinswebsite:
www.tusleutzsch.de

Den größten Namen unter den Neuzugängen hat mit Sicherheit Boris Jovanovic. Der 38-jährige Torwart stand in seiner langen Karriere unter anderem 21-mal für den VfB Leipzig in der 2. Bundesliga im Kasten und war zuletzt immer noch beim VfB Pößneck in der Oberliga aktiv.

Konkurrenzkampf auf jeder Position

Ob Oldie Jovanovic oder der junge Kevin Eck (22, kam aus Schkeuditz) am Samstag gegen Krostitz von Beginn an im Kasten stehen wird, wollte Heise unter der Woche zwar noch nicht verraten. Im letzten Test gegen den FC Sachsen Leipzig am vergangenen Freitag, der mit einer knappen 0:1-Niederlage für den TuS endete, hütete aber Jovanovic das Tor.

Der Zweikampf um die Nummer Eins im Kasten der Leutzscher ist bezeichnend für das Heise-Team. Durch den im Vergleich zur Vorsaison in der Breite vergrößerten Kader erhofft sich Heise einen neuen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft, der den Abgang von Stammkräften wie Holger Krauß oder Sven Skwarczynski kompensieren soll.

Saisonziel: Nichtabstieg

Dazu sollen erfahrene Spieler wie Maik Hänisch (kam von Rot-Weiß Kemberg) und der Chilene Leonardo Alarcon, der sein Glück zuletzt in Stötteritz versuchte, das Team führen und auch in kritischen Situationen vorangehen.

Wer kam? Wer ging?

Zugänge:
- Alarcon (SSV Stötteritz)
- Hänisch (RW Kemberg)
- Geisler (SG Taucha)
- Zacharias (Fortuna Leipzig)
- Jovanovic (VfB Pößneck)
- Zinzsch (Könnern)
- Eck (Eint. Schkeuditz)
- Weinhold (Niedersachsen)

Abgänge:
- Hebenstreit, Krauß (beide Laufbahn beendet)
- Bunk (Wohnortwechsel)
- Jarvers, Martenstein (beide Leutzsch Volkssport)
- Skwarczynski (unbekannt)
- Rahnefeld (FC Sachsen AH)

Weil in der Leipziger Bezirksliga in dieser Saison wegen der Strukturreform des SFV aber auf jeden Fall mindestens drei Teams absteigen müssen, ist für die Leutzscher das Saisonziel trotzdem klar: “Wir wollen nicht unter die drei letzten Mannschaften geraten”, sagte Heise der LVZ. Wenn es am Ende weiter nach oben geht, wäre aber sicher auch der TuS-Trainer nicht unglücklich.

Beim FSV gibt man sich hingegen von vornherein etwas ambitionierter: Zwischen 35 und 40 Punkten sollten es am Ende schon sein – dann dürfte die Roos-Elf mit dem Abstiegskampf eigentlich nichts zu tun haben. Allerdings weiß bei den Bierdörflern im Moment auch noch niemand so genau, wohin die Reise am Ende nach dem elften Platz aus dem Vorjahr wirklich gehen wird.

Björn Bergfeld neuer FSV-Kapitän

In den Pokal- und Testspielen zeigten die Bierdörfler im neuen taktischen System zwar immer wieder, dass sie durchaus in der Lage sind, guten Fußball zu spielen und einen Gegner phasenweise auch zu beherrschen. Zu oft schlichen sich dann aber noch Unkonzentriertheiten ein, die sich besonders bei der unnötigen 3:5-Niederlage im Landespokal gegen den SSV Stötteritz bitter rächten.

Am Samstag gegen TuS Leutzsch darf sich der FSV solche Patzer auf jeden Fall nicht erlauben. Denn natürlich würden auch die Leutzscher liebend gerne mit einem Dreier in die neue Saison starten und werden die Punkte sicher nicht kampflos in Krostitz lassen. Auf Sven Roos und den unter der Woche neu gewählten Mannschaftskapitän Björn Bergfeld kommt also jede Menge Arbeit zu.

Martin Hoffmann

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