
Die Erste hat sich am Samstag in der zweiten Ausscheidungsrunde des Landespokals mit 3:0 gegen den SV Eula 58 durchgesetzt. Nach schwacher erste Halbzeit entschied der FSV das Spiel aber erst im zweiten Durchgang.
In der zweiten Ausscheidungsrunde des “Wernesgrüner Sachsencup” bekam es die Erste am Samstag mit dem SV Eula 58 zu tun. Die Mannschaft aus der Nähe von Borna hatte letzte Saison in der Kreisliga Borna-Geithain den Aufstieg in die Leipziger Bezirksklasse geschafft, gleichzeitig den Pokal gewonnen und sich dadurch für die erste Ausscheidungsrunde des sächsischen Landespokals qualifiziert.

Torschützen:
0:1 Schlüter (47.)
0:2 Hobusch (75.)
0:3 Wege (85.)
Zuschauer:
120
Schiedsrichter:
Sebastian Zander (Leipzig)
Assistenten:
Heinz Eckhardt, Patrick Glöckner
Dort setzte sich Eula in einem dramatischen Spiel mit 4:3 nach Verlängerung gegen den favorisierten FC Bad Lausick durch und wollte gegen den FSV vor heimischer Kulisse natürlich am liebsten gleich dem nächsten Favoriten ein Bein stellen. Die Bierdörfler waren also gewarnt und wollten dem Underdog keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
Krostitz tut sich schwer
Und trotzdem fand der FSV, der diesmal im 4-2-3-1 mit Christian Bettfür als einziger Spitze auflief, zunächst nur schwer ins Spiel. Viele kleine Unzulänglichkeiten im Spielaufbau und ein schlechtes Zweikampfverhalten sorgten dafür, dass sich das Spiel im ersten Durchgang weitgehend zwischen den Strafräumen abspielte und echte Torchancen Mangelware waren.
Lediglich bei Standardsituation lag ab und an ein Hauch von Torgefahr in der Luft. Aber weil die faire Eulaer Deckung stets auf der Hut war und sich beinahe völlig auf ihre Defensivaufgaben konzentrierte, ging es nach ereignislosen 45 Minuten mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit.
Schnelle Führung nach der Halbzeit
In der Kabine versuchte FSV-Coach Sven Roos die Mannschaft aufzuwecken, forderte mehr Aggressivität und ein zielstrebigeres Offensiv-Spiel von seinem Team. Und siehe da: Plötzlich lief es zumindest etwas besser. Bereits kurz nach dem Seitenwechsel zahlte sich die Pausenansprache von Sven Roos aus und Neuzugang Felix Schlüter erzielte mit etwas Glück und einer abgerutschten Flanke den ersehnten Führungstreffer (47.).
Das sollte dem Spiel der Bierdörfler eigentlich Sicherheit geben, aber statt den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen, verflachte die Partie in der Folge zusehends. Hinten wurden die Bierdörfler zwar nur selten gefordert, aber nach vorne kam aus allen Mannschaftsteilen einfach zu wenig.
Stattdessen hatte Eula die Chance zum Ausgleich, als ein Spieler nach einer Ecke die Kugel aus 16 Metern in Richtung langes Eck schoss und Chris Hobusch den Ball mit Ach und Krach gerade noch aus der Gefahrenzone befördern konnte.
Michi Wege setzt den Schlusspunkt
In der 75. Minute stand erneut Chris Hobusch im Mittelpunkt – diesmal aber auf der anderen Seite, wo er per Freistoß aus 35 Metern ins lange Eck zum 2:0 traf und damit für die Vorentscheidung sorgte. Denn Eula machte nun etwas mehr auf und so erspielte sich der FSV in der Schlussviertelstunde einige gute Torchancen. Aber weder Christoph Buse, noch Christian Bettfür schafften es, den Ball noch einmal ins Eulaer Gehäuse zu schießen.
Den Schlusspunkt unter ein mittelmäßiges Pokalspiel setzte darum fünf Minuten vor dem Abpfiff Michael Wege, der nach schönem Anspiel von Chris Hobusch aus zehn Metern eiskalt vollendete (85.).
Fazit: Der FSV ist eine Runde weiter, hat sich dabei aber nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die erste Halbzeit war unterirdisch, im zweiten Durchgang reichten dann drei gelungene Aktionen gegen einen unterklassigen Gegner aus. In der nächsten Pokalrunde wartet jetzt aber am Samstag mit dem SSV Stötteritz ein wesentlich stärkerer Gegner, der zudem noch Revanche für das Viertelfinal-Aus im letztjährigen Bezirkspokal will.
Martin Hoffmann
Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – T. Bohnet, Quasdorf (46. Seifert), Bergfeld, Hobusch – Wege, Pawlowsky – Schröer (70. Koch), Buse, Schlüter (77. Gerhardt) – Bettfür
Eula: Müller – Scheibe, Ludwig, Zimmer (78. Werner), Steinhäußer, Baumann, Schröder (67. Frank), Winkler, Wadewitz, Härtel, Zehbe (59. Stange).