Die Zweite hat sich am Sonntag im Achtelfinale des Kreispokals nicht mir Ruhm bekleckert. Gegen den B-Ligisten LSV Mörtitz II reichte es am Ende aber trotzdem zu einem 4:2-Sieg nach Verlängerung.
Weil das Achtelfinale des Delitzscher Kreispokals trotz der schlechten Witterungsbedingungen unbedingt stattfinden sollte, einigten sich der FSV und der LSV Mörtitz darauf, das Spiel am Sonntag auf dem Eilenburger Kunstrasenplatz auszutragen.
Beide Mannschaften hatten wegen des schlechten Wetters bis dahin noch keine wirklichen Testspiele auf dem Großfeld absolvieren können und so entwickelte sich vom Anpfiff weg eine Begegnung, die vor allem von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten geprägt werden sollte.
Der FSV begann mit Winter-”Neuzugang” David Rößler, der mit seiner Routine in der Rückrunde dabei helfen soll, die Krostitzer Abwehr weiter zu stabilisieren. Im Sturm ließ Andreas Schlosser außerdem mit Daniel Pawlwosky, Mario Göbel und Daniel Kaupert gleich drei Spitzen ran, um so möglichst früh für klare Verhältnisse zu sorgen.
Mario Göbel bringt Krostitz in Führung
Und das Spiel begann gut für den FSV. Die Bierdörfler kauften den Mörtitzern durch gutes Zweikampfverhalten früh den Schneid ab und gingen nach zehn Minuten in Führung. Im Anschluss an eine Ecke hatte David Rößler per Kopf zunächst nur die Latte getroffen, den Abpraller drückte dann Mario Göbel in die Maschen (10.).
Wer jetzt damit rechnete, dass das Spiel ein Selbstläufer werden würde, sah sich aber getäuscht. Nur drei Minuten später erzielte die Mörtitzer Reserve den Ausgleich. Nach einer Ecke von der rechten Seite verschätzte sich Tom Röthel im FSV-Gehäuse und am langen Pfosten brauchte Falko Haase den Ball nur noch einzuschieben (13.).
Dieser Treffer gab den Mörtitzern Auftrieb. Die Bierdörfler spielten zwar den besseren Fußball, agierten aber zu umständlich und hektisch im Angriff und leisteten sich zu allem Überfluss auch noch immer wieder katastrophale Aussetzer in der Defensive. Zum Glück konnte der LSVM daraus aber zunächst keinen weiteren Profit schlagen.
Daniel Pawlowsky trifft per Freistoß
Aber auch den Bierdörflern klebte im Abschluss das Pech am Stiefel und so musste eine Standardsituation her, um die neuerliche FSV-Führung zu besorgen. Daniel Pawlowsky fasste sich ein Herz und überwand LSVM-Keeper Michael Schrader mit einem nicht ganz unhaltbaren Freistoß aus 18 Metern (30.).
Weil die Bierdörfler die verbliebene Spielzeit nicht nutzten und auch der LSVM zu wenig aus seinen Möglichkeiten machte, ging es mit diesem 2:1 in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel wollten die Bierdörfler so schnell wie möglich das dritte Tor machen, um dadurch die Entscheidung herbeizuführen. Aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. So wurden nach und nach die Mörtitzer immer stärker und trotz der bis dahin höheren Ballbesitzanteile ließ sich der FSV zunehmend in die Defensive drängen.
Folgerichtig erzielten die Mörtitzer nach einem Missverständnis zwischen Thomas Schurig und Torwart Tom Röthel den 2:2-Ausgleich (70.). Mit etwas mehr Cleverness hätte der Underdog in dieser Phase des Spiels sogar noch auf 3:2 erhöhen können und wer weiß, ob der FSV dann noch einmal zurück ins Spiel gefunden hätte.
Krostitz in der Verlängerung überlegen
So aber blieb es beim Unentschieden und beide Mannschaften mussten in der Verlängerung eine Extra-Schicht einlegen. Mit zunehmender Dauer wurde der FSV wieder spielbestimmender. Den Mörtitzern gingen sichtbar die Kräfte aus. Trotzdem blieb es lange beim 2:2, auch weil der eingewechselte Erik Meske es fertig brachte, die Kugel völlig frei vorm Tor aus sieben Metern neben die Kiste zu setzen (98.).
Am Ende war es erneut Mario Göbel, der mit dem Treffer zum 3:2 für die Erlösung im Krostitzer Lager sorgte. Wieder schaltete er nach einer Ecke und einem darauf folgenden Flachschuss von Martin Hoffmann, den LSVM-Keeper Schrader nicht festhalten konnte, am schnellsten und stocherte die Kugel über die Linie (101.).
Jetzt endlich merkte man den Klassenunterschied, den der FSV eigentlich von Beginn an deutlich machen wollte. Trotzdem dauerte es bis zu 117. Minute, ehe Erik Meske mit dem Treffer zum 4:2 den Sack endgültig zuschnürte.
Die Mörtitzer standen trotz einer guten Leistung mit leeren Händen da, weil der FSV am Ende einen Tick cleverer war. Mit diesem Sieg ziehen die Bierdörfler in das Kreispokal-Viertelfinale ein und treffen dort am Ostermontag vor heimischer Kulisse auf die zweite Mannschaft des FC Eilenburg.
Martin Hoffmann
Torfolge:
0:1 Göbel (10.), 1:1 Haase (13.), 1:2 Pawlowsky (30.), 2:2 Hienzsch (70.), 2:3 Göbel (101.), 2:4 Meske (117.)
Gelbe Karten:
Stielke – Hoffmann
Aufstellungen:
FSV: Röthel – Reithe – Schurig, Dillner – Rößler – Stephan, Hoffmann, Beschnidt – Kaupert (Meske), Göbel, Pawlowsky
LSVM: Schrader – Hienzsch, Reuß, Juckeland, Morgenstern (Herber), Haas, Röhrbach (Ritter), Glatte, Stielke, Stache (Seier), Hartsch
Schiedsrichter:
Wolfram Ziebinsky, P. Rohrbach, U. Rohrbach (alle Eilenburg)
Zuschauer:
100