Oldies liefern Erfreuliches – 4:1 gegen Grün-Weiß Selben

Vor dem Spiel taten die Trainer alles dafür, Konzentration und Spannung bei ihren Kickern aufzubauen, denn in der Vorsaison erwies sich Grün-Weißen Selben als ein echt harter Brocken und beide Spiele waren sehr eng.
Dennoch dauerte das gegenseitige Abtasten nicht besonders lange und die Hausherren übernahmen dezent das Kommando. Nach einigen halbherzigen Annäherungsversuchen in Richtung Gästetor war es dann Lippi vorbehalten, mit einem wunderschönen Flugball dafür zu sorgen, dass Kola recht frei im grünweißen 16er ans Leder kam und jenes wohlüberlegt ins Netz des viel zu zögerlichen Gästehüters schoss.

Das verlieh den Hausherren ordentlich Schwung und die Gier nach mehr. Mehr kam dann auch, und zwar in Gestalt eines lehrbuchreifen Angriffs. Zunächst gewann Steffen gewohnt dynamisch einen Zweikampf an der Mittellinie, schaute kurz hoch und spielte einen langen Ball auf links zum gestarteten Kola. Der zog unwiderstehlich auf und davon und passte zum richtigen Zeitpunkt scharf und millimetergenau in die Mitte zu Lippi, der dieses Super-Anspiel seelenruhig nutzte, um dem Torwart eine Schürze zu verpassen, obwohl er von 2 Gegnern flankiert wurde. 2:0.

Jetzt, im Gefühl des “sicheren” Vorsprungs schlich sich der bestens bekannt Bruder Leichtfuß ins Krostitzer Spiel ein und prompt bekam Selben Oberwasser, spielte zumeist geschickt aus der Abwehr (das war jetzt möglich, da einige Krostitzer es mit ihren Positionen nicht mehr so genau nahmen…) und dann überfallartig lang nach vorn auf die griffigen Stürmer.

Bei dem Versuch, einen dieser langen Bälle hinten raus zu köpfen verschätzte sich Mirko ein wenig bei der Beurteilung seiner eigenen Flugfähigkeit und verlängerte den Ball über den zur Klärung bereit stehenden und ziemlich verdutzt guckenden Steffen hinweg zum Selbener Angreifer Döhler, der sich nach einem kurzen Solo mittels 16-Meter-Hammer artig mit dem Anschlusstor für diese kleine Aufbauhilfe
bedankte. Fritze in der Krostitzer Kiste null Chance.

Apropos Fritze: der hatte jetzt ordentlich zu tun und hinterließ dabei einen fast schon jaschinhaften Eindruck!!! Und apropos Mirko: außer diesem (Un)-Ding und einem Chancen-Mord in Hälfte 2 kann man ihm rein gar nichts weiter vorwerfen (glaube ich) – im Gegenteil. Halbzeit, 2:1, in Ordnung.

In der Pause und auch noch danach kam es zu den üblichen Würfelungen innerhalb der Krostitzer Mannschaft (nur Ronald, Moppel, Mirko und Krausi bekamen als Feldspieler Vollzeit verordnet). Das ist einerseits recht schön, weil deutliches Zeichen für reichlich anwesendes Personal; andererseits kommt es hin und wieder zu temporären Umstellungsproblemen. Diesmal nicht!

Die zweite Hälfte sah einen dominanten FSV, mit dem Ergebnis, dass Fritze nicht mehr ernsthaft eingreifen musste. Die neuen Rechten Paul und Kiwi machten auf ihrer Seite was sie wollten.
Trotzdem blieb Selben dran und und suchte den Weg nach vorn, was das Spiel sehr interessant machte. Ruhiger wurde es erst, als Kola einen derben Abwehrschnitzer der Selbener zum 3:1 nutzte.

Jetzt gab ein Teil der Gästespieler auf und die Mannschaft wurde einige Male förmlich überrannt. Dass es bei nur einem weiteren Krostitzer Treffer durch Wolli blieb, lag am schludrigen Umgang der Gastgeber mit ihren Möglichkeiten. Falsche letzte bzw. vorletzte Pässe, schwache Flanken, unkonzentrierte Abschlüsse hielten die Gäste im Spiel. Nur gut, wenn man einen coolen Wolli hat! Fazit: ein Spiel auch ohne Doppel-Lutz mit halbwegs passabler B-Note und wahrscheinlich sogar verdientem Ergebnis.

Die Sieger: Fred “Fritze” Schuster; Ronald Höhne, Henrik “Moppel” Grundmann, Mirko Müller, Steffen Moritz, Gerd Scheibe, Mario “Krausi” Krause, Nicky Scheufler, Ingolf Schmidt, Andre “Kola” Kolawski, Holm “Lippi” Lipinski sowie Torsten “Kiwi” Gaumnitz, Andre “Paul” Fröhlich, Mike Preil, Wolfgang “Wolli” Kunze

Tore:
1:0 Kola, 2:0 Lippi, 2:1 Döhler, 3:1 Kola, 4:1 Wolli

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