Pokalaus in Runde drei: Erste verschenkt Sieg gegen Stötteritz

Trotz einer frühen 3:0-Führung musste die Erste am Samstag im Pokal mit einer 3:5-Niederlage nach Verlängerung die Segel streichen. Besonders bitter: Der Ausgleich zum 3:3 fiel erst in der allerletzten Minute.

In der dritten Ausscheidungsrunde des sächsischen Landespokals hatte der FSV am Samstag den Bezirksliga-Konkurrenten SSV Stötteritz zu Gast. Trainer Sven Roos musste allerdings auf Heiko Bohnet, Tino Bohnet, Nico Müller, Nicolai Schröer, Felix Schlüter, Daniel Roos und Keeper Sven Anhöck verzichten, so dass ihm insgesamt nur 13 Spieler zur Verfügung standen.

Logo SSV Stötteritz

Spielstatistik:
FSV – SSV Stötteritz

Torschützen:
1:0 Bettfür (1.)
2:0 Bettfür (8.)
3:0 Gerhardt (15.)
3:1 Malinowski (39.)
3:2 Schmittgen (71.)
3:3 Piontek (90.+2 / Foulelfmeter)
3:4 Langheld (114.)
3:5 Malinowski (118.)

Zuschauer:
100

Schiedsrichter:
Holger Walther (Leipzig)

Assistenten:
U. Schönborn // B. Schneider

Und trotzdem legten die Bierdörfler los wie die Feuerwehr. Vom Anstoß weg präsentierte der FSV den ersten schönen Spielzug über Michael Wege und Christoph Buse. Der spielte mit gutem Pass Christian Bettfür frei und “Betti” erzielte eiskalt die Führung (1.).

Helmut Gerhardt erzielt Traumtor

Die Gäste reagierten geschockt, insbesondere Keeper Axel Ehle schien an diesem Nachmittag zunächst noch nicht ganz auf der Höhe zu sein. Einen langer Ball von Christoph Schmidt unterschätzte der SSV-Torwart völlig und wieder war Bettfür zur Stelle und baute die Führung aus (8.).

Auch in der Folge spielten die Bierdörfler mit den Stötteritzern weiter Katz und Maus, mehr als ein Freistoß nach einer Viertelstunde sprang für die Gäste zunächst nicht heraus. Im Gegenteil: Beim darauf folgenden Konter sah Helmut Gerhardt knapp hinter der Mittellinie, dass der SSV-Torwart zu weit vor seinem Gehäuse stand und erzielte mit einem traumhaften Heber aus vollem Lauf den dritten Treffer für die Bierdörfler (15.). Spätestens jetzt schien die Partie gelaufen, denn die Stötteritzer bäumten sich keineswegs gegen die Niederlage auf, sondern schienen sich in ihr Schicksal zu ergeben.

FSV wird nachlässig

Im Gefühl des sicheren Sieges, verlor die Roos-Elf dann allerdings ein wenig die Ordnung, weil nicht mehr alle Spieler sich hundertprozentig an die taktischen Vorgaben hielten. So kamen die Stötteritzer nach 39 Minuten das erste Mal ernsthaft vors Krostitzer Gehäuse und erzielten nach einem zu kurz abgewehrten Ball den überraschenden Anschlusstreffer. Also ging es nur noch mit einer 3:1-Führung aus Krostitzer Sicht in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel machte der FSV leider genau da weiter, wo er im ersten Durchgang aufgehört hatte und ließ Stötteritz besser ins Spiel kommen. Beide Mannschaften hatten jetzt ihre Chancen: So erkämpfte sich Michael Wege in der 50. Minute den Ball und spielte Christian Bettfür frei. Doch der scheiterte diesmal am Torwart. Die Bierdörfler wollten mit dem vierten Treffer für die endgültige Entscheidung sorgen, aber als Daniel Pawlowsky 30 Meter vor dem Stötteritzer Kasten den Ball verlor, schaltete der SSV blitzschnell um und erzielte stattdessen per Konter den Ansschlusstreffer (71.).

Ausgleich in der Schlussminute

Jetzt witterten die Gäste noch einmal Morgenluft und drängten ihrerseits auf den Ausgleich. Trotzdem sahen die Bierdörfler beinahe wie der sichere Sieger aus, doch dann kam die 91. Minute. Neuzugang Christian Seifert versuchte einen Ball aus dem Strafraum sauber zu klären, traf dabei allerdings von der Seite einen Stötteritzer. Schiri Walther zeigte zum Entsetzen des FSV-Anhangs auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelten die Gäste sicher und so ging das Spiel in die Verlängerung.

In dieser hatte dann Stötteritz die besseren Kraftreserven und das Momentum auf seiner Seite, erzielte zwei weitere Tore und konnte das Spiel dadurch noch zu seinen Gunsten drehen. In Anbetracht des Spielverlaufes und der frühen 3:0-Führung eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, mit dem noch zur Halbzeit wohl nur die allerwenigsten der 100 Zuschauer im Kurt-Fuchs-Stadion gerechnet hatten.

Herbert Häublein

Aufstellungen:
FSV: Stocklauser – Schmidt (87. Rudolph), Quasdorf, Seifert, Hobusch – Pawlowsky (75. Koch), Bergfeld, Gerhardt, Wege – Buse, Bettfür

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