Schwein und Schnaps beim Schlachte-Fest der Alten Herren

Dass sich die Alten Herren auch abseits des Platzes gut verstehen, ist klar. Jetzt traf sich die Mannschaft zum Schlachte-Fest auf dem Firmengeländer der Fa. Otto – und hatte jede Menge Spaß.

Mitten in der morgendlichen Wochenend-Idylle: ein Schuß – ein kurzes Quicken – da lag „sie“ tot darnieder und zuckte mit den Hinterläufen. So oder so ähnlich begann am Samstag gegen 6:45 Uhr das Schlachte-Fest der Alten Herren im Schlachtehaus der Fa. Otto auf dem Firmengelände in Krostitz.

Das von Ronald Höhne gut organisierte Duo (Schlachter Alex und ein namenloses Schwein ) waren, wie nicht anders zu erwarten, die heimlichen Stars des Tages.

Eine bunte Mischung aus erfahrenen (H. Stephan, F. Schuster, C. Otto, I. Schmidt, V. Kunze und R. Höhne) und zwei noch eher „unbeleckten“ (L. Lesch und H. Simon) Schlachtehelfern machten sich dann an die Arbeit – und es sollte ein langer Tag werden.

Ein großes Lob dem Schlachter, den nichts aus der Ruhe brachte – ob schlechtes Licht, die einstündige Zwangspause, weil das Wasser nicht kochen wollte, oder als die Wurstpresse den Geist aufgab – er blieb gelassen und gutgelaunt.

Mit einem „die Sau soll hängen“ schaffte man es dann auch tatsächlich, dass es noch vor zehn Uhr den ersten Schnaps gab. Bis dahin war es eine eher trockene Baustelle.

Nach dem kräftigen Frühstück mit frischem Gehackten, Gurke und Brötchen und einem starken Kaffee ging es dann an die Hauptarbeit. Fleisch musste geschnitten werden, Töpfe wurden befüllt und wieder geleert, man naschte pausenlos, irgendwie hing immer Pfeffer in der Luft und die Luftfeuchtigkeit lag bei gefühlten 150 Prozent.

Auch gab es ab und zu ein kleines Glas mit durchsichtiger Flüssigkeit zu entleeren, so dass der Stimmungspegel stieg und die eine oder andere „Halbwahrheit“ den Besitzer wechselte – man kann auch sagen, die Luft war voll von derbem Männerwitz.

Der Rest der Mannschaft kam dann im Laufe des Tages dazu, um mitzuhelfen oder einfach nur dabei zu sein – es heißt ja schließlich auch Schlachte-Fest und ein Fest war es allemal.

Einen Dank an F. Bohnet, der sich als „Getränke- Chef“ super  gekümmert hat, und den Spielerfrauen, die uns beim Saubermachen geholfen haben.

Fazit: Eine tolle Sache, mit viel Spaß aber auch viel Arbeit, das Wissen, was alles in der Wurst steckt, und für mich persönlich die Erfahrung, dass der beste Platz beim Fleisch schneiden der neben dem Schlachter ist  – denn nur da gibt es das begehrte Kopffleisch. An dieser Stelle sei erwähnt, neben dem Schlachter standen Harry und Fritze!

Lutz Lesch

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