Spielbericht Viertelfinale 2. Männer

TZ Bärenpokal, Viertelfinale, 16/11/2014

FSV Krostitz II vs. TSV Rackwitz 4:2 n. E. (1:1, 1:1)

Krostitzer Reserve für Pokalvorschlussrunde qualifiziert

Im Viertelfinale des Nordsachsenpokales konnten die heimischen Krostitzer den nächsten höherklassigen Kontrahenten aus dem Wettbewerb eliminieren. Nachdem bereits die Eilenburger U23 die Segel streichen musste, erwischte es diesmal die Kicker des TSV Rackwitz. Gegen den diesjährigen Aufsteiger starteten die Bierdörfler furios. Vom Anstoss weg wurde dem Spiel mit grossem Einsatz und Spielwitz der eigene Stempel aufgedrückt. Keine fünf Minuten waren gespielt, als Wünsch nach feinem Ballgewinn eine Flanke aus dem rechten Halbfeld butterweich zu Wittig brachte. Dieser kontrollierte die Kugel mit der Brust und zog direkt flach ab. Göhrmann im Gästetor war chancenlos. Krostitz spielte weiter flüssig nach vorn und Rackwitz brauchte ein paar Minuten, um sich frei zu schwimmen. Doch mit ihrer ersten (Halb)-Chance gelang Ihnen der Ausgleich.

Einen Abpraller konnten die Krostitzer nicht entscheidend klären. Schurig spritze in den Ball und bugsierte ihn mit Hilfe des Innenpfostens ins Gehäuse. Die in Blau – Schwarz spielende Heimelf zeigte sich kurz beeindruckt, fand dann aber zu ihrer Spielstruktur zurück. Immer wieder wurde versucht, das Spiel breit zu machen, um im entscheidenden Moment in die Schnittstelle spielen zu können. Ein solches Zuspiel brachte Wege plötzlich völlig frei in den Gästestrafraum, aber der Linienrichter winkte berechtigt auf Abseits. Die klassenhöheren Gäste konnten den Klassenunterschied zu keinem Zeitpunkt deutlich machen und spielten aus einer sehr abwartenden Defensivhaltung. Jedoch immer wenn ihr Spielgestalter Zimmer zu viel Raum hatte, wurde es gefährlich. Mit langen Zuspielen wurden die bulligen Angreifer gesucht, um dann per Schnellangriff zum Abschluss zu kommen. Bis zur Pause blieb es aber beim gerechten Remis, da Michael Wege 10 Minuten vor der Halbzeit zu uneigennützig einen herrlichen Steilpass nach innen weiterleitete, anstatt selbst abzuschliessen. Nach der Pause ein ähnlich verteiltes Spiel, wenngleich die Gäste nun mehr Spielanteile hatten, als in der ersten Hälfte. Krostitz spielte mit enormem Laufaufwand über die Aussenpositionen. In der torgefährlichen Zone wurde jedoch oft zu umständlich gespielt oder das Tempo nicht hoch genug gehalten. Die gefährlichste Situation wurde von Göhrmann im Rackwitzer Gehäuse glänzend vereitelt, als er einen Kopfballheber von Wittig im Anschluss an einen Eckstoss über die Latte lenkte. Auf der Gegenseite hatten die Platzherren noch eine Schrecksekunde zu überstehen, nachdem Pawlowsky den Ball im Spielaufbau leichtfertig vertändelte, der Rackwitzer Gohla aber bedrängt von Noack den Ball nicht am herausstürzenden Röthel vorbeibrachte. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit schwächten sich die Gäste selbst, als Losse ein Zuspiel auf Wege nur noch per Hand unterbinden konnte. Der absolut souverän agierende Referee Zschäbitz hatte keine Wahl und schickte den Gästespieler mit Gelbrot vorzeitig zum Duschen. Krostitz gelang es aber nicht mehr, die Rackwitzer ernsthaft in Gefahr zur bringen, da diese nun ein wahres Abwehrbollwerk aufbauten und auch die heimischen Standards zu unpräzise ausgeführt wurden. In der ersten Halbzeit der Verlängerung spielten die Krostitzer deutlich offensiver und wollten gegen die dezimierten Gäste nun die Entscheidung erzwingen. Jedoch konnten vier Grosschancen nicht genutzt werden. Zunächst scheiterte Wittig mit zwei Flachschusversuchen jeweils um Haaresbreite. Dann entschärfte Göhrmann eine 25 – Meter – Rakete von Bretfeld sensationell aus dem unteren Eck. Als auch noch eine gefährliche Freistosseingabe ohne Abnehmer durch den Gästestrafraum segelte, hatten die Hausherren ihr Pulver verschossen. Die Rackwitzer igelten sich weiterhin ein und versuchten sich ins Penaltyschiessen zu retten. Da die Krostitzer in der zweiten Verlängerungshälfte ihrem hohen Laufaufwand Tribut zollen mussten, kamen die Aludörfler auch nicht mehr in allzu grosse Verlegenheit. Somit kam es zum Shutout vom Elfmeterpunkt. Die Krostitzer gewannen die Wahl und entschieden sich dafür, zu beginnen. Wege liess die Kugel unten rechts im Netz zappeln. Danach verwandelte der erste Rackwitzer auf gleiche Art und Weise eiskalt. Danach war Pawlowsky an der Reihe. Zwar ahnte der Gästehüter die Ecke, aber der Ball schlug am oberen Rechten Innenpfosten zum 2:1 ein. Der nächste Rackwitzer wählte links unten. Doch Röthel fischte das Runde aus der Ecke. Nun konnte Wittig die vermeintliche Vorentscheidung herbeiführen. Er verlud den Gästegoalie, aber der Ball klatschte zentral an die Unterkante des Gebälks und sprang von dort zurück ins Feld. Der nächste Rackwitzer wählte wieder links unten. Doch das war an diesem Tag die Lieblingsecke von Röthel, der erneut prächtig parierte. Göbel konnte nun zum 3:1 verwandeln und tat dies in Klassemanier rechts oben. Nun musste Rackwitz zweimal verwandeln und hoffen, dass der letzte Krostitzer Wünsch verschiessen würde. Doch dazu kam es nicht, da Torwarttitan Röthel auch den nächsten Rackwitzer Strafstoss parierte. Der Rest ging im Jubel der Heimelf, die ein riesiges Knäuel bildete unter. Die für die Reservemannschaft grosse Rekordkulisse von knapp 130 Zuschauern wird ihr Kommen nicht bereut haben, sahen sie doch ein enorm spannendes Match, mit dem richtigen Sieger am Ende. Mit Spannung sieht man im Fuchsbau der Halbfinalauslosung entgegen. Mit der an den Tag gelegten Einstellung braucht man sich sicherlich vor keinem der möglichen Halbfinalkonkur-renten Dommitzsch, Laußig oder Doberschütz / Mockrehen zur verstecken. Der Pokaltraum lebt …

 

Krostitz mit : Röthel – Noack, Bohnet, Pawlowsky (C), Schröder –Wünsch – Göbel, Bretfeld, Wege, Richter (91. Behrens) – Wittig

Tore : 1:0 Wittig (5.), 1:1 Schurig (15.)

Karten : Behrens (Gelb), Rackwitz 4 x Gelb, 1 x Gelbrot Zuschauer : 126

Schiedsrichter : Zschäbitz (SV Merkwitz), Kunath, Jänig

 

Quelle: Kai Rachner / FSV Krostitz

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