Ungefährdeter Sieg mit Licht und Schatten in Zschortau

Spiele gegen Zschortau sind immer schön und haben schon etwas von Derby-Charakter. Die Stimmung beim Spiel war aber diesmal etwas getrübt, denn die Zschortauer konnten nur neun Mann aufbieten.

Nach kurzer Beratung gaben wir zwei Spieler ab und da es in den Reihen der Bierdörfler keine “schlechten” Spieler gibt, gingen mit R. Höhne und M. Krause zwei gute – was diese wiederum veranlasste, eine super Leistung bei den Zschortauern zu zeigen. Die Aufstellung der Krostitzer musste ebenfalls korrigiert werden und so spielte “Harry” Libero.

Das Spiel selber begann furios, als in der 2. Minute ein Lupfer von “Pertzschi” aus gut 30 Metern über das Tor ging – schade. An dieser Stelle ein Wort zu “Lippi”. Die Konkurrenz im Sturm der Krostitzer ist groß, aus diesem Grund war er öfter mal zweite Wahl.

Als er in Gröbers mit einer direkt verwandelten Ecke auf sich aufmerksam machte, war er prompt wieder in der ersten Elf, super motiviert und da sind wir auch schon beim 0:1 in der 14. Minute, als nach einer perfekt getretenen Ecke von “Lippi” “Kola” mit dem Kopf vollendete.

Spielerisch sah das nicht immer gut aus, was da auf dem Rasen ablief, ein Grund dafür war auch Ball und Platz zuzuschreiben und so blieb vieles Stückwerk. In der 20. Minute dann das 0:2 durch “Lutz´er”, der im Strafraumgewühl am schnellsten schaltete und den Ball aus acht Metern versenkte.

In der zweiten Hälfte stürmten fast nur noch die Bierdörfler, bei den Zschortauern lief nicht mehr viel zusammen und die “zwei Krostitzer” gehörten noch zu den Besten, kurbelten immer wieder das Spiel an, fanden jedoch kaum Mitspieler in ihren Reihen.

“Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe” – ein Spruch, der seine Berechtigung hat – auch im Fußball. Freistoß für Krostitz, die Mauer steht noch nicht – der Ball frei und Mirko schießt zu Verblüffung aller – aber leider fünf Meter neben das Tor. Tja, ein Schlitzohr macht das eben besser und nicht nur wegen dieser Aktion muss man ihm eine bescheidene Leistung assistieren, denn fünf Großchancen versiebt man auch nicht alle Tage.

“Lippi” war das Schlitzohr, als er in der 50. Minute einen Stockfehler des Torwarts erahnte und aus fünf Metern den Ball zum 0:3 einschob. Es folgten mehrere gute Chancen und nach einer feinen Kombination über Gerd und “Pertschi” schoss Ingolf das 0:4 mit überlegtem Schuss aus elf Metern.

Eigentlich ist das Spiel so erzählt und vorbei – doch Auflösungserscheinungen der Bierdörfler (weil jeder wollte plötzlich ein Tor schießen) führten noch zu zwei Gegentreffern und das muss nicht sein. “Harry” – eh schon nicht mit viel Haar gesegnet, hat nach diesem Spiel als Libero wahrscheinlich noch weniger und auch André konnte man beim (berechtigten) Elfmeter für Zschortau den Ärger anmerken. Zum Glück war da der Trainer schon weg.

Siegermannschaft: A. Henning; A. “Paul” Fröhlich; H. “Harry” Stephan; M. Müller; S. Moritz; L. “Lutz´er” Lesch; G. Scheibe; I. Schmidt; A. “Kola” Kolawski; H. “Lippi” Lipinski; M. “Pertzschi” Pertzsch sowie T. “Kiwi” Gaumnitz und die zwei “Zschortauer” R. Höhne und M. Krause

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